Zoll online – Pressemitteilungen – Schlag gegen mutmaßliche Containeraufbrecher


Chinesische Delegation beeindruckt von Ermittlungserfolg und Sicherheitstechnik

Der Polizei Duisburg und der Zollfahndung Essen ist in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Duisburg ein Schlag gegen elf mutmaßliche Containeraufbrecher gelungen. Die Männer stehen im Verdacht, seit August 2017 rund um das Logportgelände in Rheinhausen Elektrogeräte aus Transportcontainern aus China gestohlen und teilweise über Internetportale verkauft zu haben.

Eine Strecke von 11.179 Kilometern durch sechs Nationen in 16 Tagen legt einer von monatlich etwa 70 Zügen aus der chinesischen Stadt Chongqing bis nach Duisburg über die sogenannte Neue Seidenstraße zurück. Beladen sind diese Züge unter anderem mit Laptops, Druckern und Laubbläsern. Es konnte festgestellt werden, dass im Zeitraum vom 8. August 2017 bis 15. November 2018 in zehn Fällen durch verschiedene zunächst unbekannte Personen Waren aus diesen Containern entwendet wurden.

Die Polizei Duisburg hatte gemeinsam mit der Zollfahndung Essen die Ermittlungen aufgenommen: Die Überprüfung der Sicherheitstechnik in Zusammenarbeit mit Duisport, Tatortanalysen, Spurensuche und -sicherung, Auswertungen von GPS- sowie Funkzellendaten, Zeugenbefragungen und der Einsatz von Observationsteams führten ab Mitte November 2018 zum Erfolg: Die Ermittler konnten elf Tatverdächtige ausmachen. Die Männer sind zwischen 26 und 50 Jahre alt. Acht von Ihnen stammen aus Duisburg, jeweils einer aus Essen, Gelsenkirchen und Kamp-Lintfort. Als Logport-Mitarbeiter waren sie zumindest teilweise mit den Ladeprozessen der Container vertraut. „Das machte die Arbeit für die Ermittlungskommissionen schwierig und zeitaufwendig, sodass auch nach dem ersten Aufklärungserfolg lange unklar war, ob und in welchem Ausmaß Hintermänner und Auftraggeber existieren“, so Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels. So konnten die Ermittler auch noch zwei mutmaßliche Hehler aus Homberg dingfest machen, die einen Teil der Beute verkauft haben sollen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten nicht nur Diebesgut, sondern auch eine größere Menge Betäubungsmittel sowie Utensilien zum Herstellen von synthetischen Betäubungsmitteln.

Ein besonderes Interesse an dem Ermittlungserfolg und der sehr aufwendigen elektronischen Sicherung der Zugcontainer durch Duisport hatte eine zwölfköpfige chinesische Delegation, die im Rahmen eines Besuchs mit hochrangigen Vertretern des Bundeskriminalamts, des Zollkriminalamts, des Polizeipräsidiums Duisburg, des Zollfahndungsamts Essen und des Hauptzollamts Duisburg Ende Februar auch nach Duisburg kam. Der Polizeipräsident und zugleich stellvertretende Bürgermeister der Millionenstadt Chongqing, Herr Huilin Deng, hochrangige Verwaltungsbeamte, Vertreter der chinesischen Botschaft in Berlin sowie der Generalkonsul der Volksrepublik China aus Düsseldorf, Herr Haiyang Feng, zeigten sich beeindruckt von der akribischen Ermittlungsarbeit der deutschen Behörden.

Auf dem Gelände des Rheinhausener Logports I ließ sich die chinesische Delegation von Vertretern des Hauptzollamts die logistischen Abläufe nach Ankunft der Güterzüge erläutern. Besondere Aufmerksamkeit bei der chinesichen Delegation fand auf Inititaive der Ermittler die Einführung eines aufwendigen elektronischen Sicherungssystems bei der Hafengesellschaft Duisport. Bei einem Besuch von Vertretern der Firma Duisport in der vergangenen Woche in China hatten die Gastgeber erneut großes Interesse an diesem System gezeigt.

Polizei Duisburg
– Pressestelle – Polizeipräsidium Duisburg
Telefon: 0203 2801045



Quelle : Zoll.de

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