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Dresden, 4. Juli 2017

Leipziger Zöllner beschlagnahmen über 150 Waren aus Pythonleder

Seit Beginn des Jahres 2017 häufen sich bei der Abfertigung von Paketsendungen am Leipziger Flughafen Feststellungen mit verschiedenen Waren aus Pythonleder.

Das Hauptzollamt Dresden verzeichnet mittlerweile rund 50 laufende Verfahren mit artenschutzrechtlichen Verstößen.

Momentan vergeht kaum ein Tag, an dem der Zoll am Leipziger Flughafen keine Schlangenlederprodukte beschlagnahmt. Allein in den letzten Wochen fanden die Zöllner über 100 verschiedene Produkte aus Pythonhaut. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Handtaschen, Gürtel und Schuhe.

Die Waren wurden fast ausschließlich im südostasiatischen Raum, dem natürlichen Lebensraum der Pythons, hergestellt. Ein Großteil der Sendungen ist dabei für Empfänger in anderen europäischen Ländern bestimmt.

Hergestellt sind die Waren aus dem Leder der Pythonschlange (Pythonidae), die nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt ist. Die Ein- beziehungsweise Durchfuhr von Waren dieser Art ist nur mit den notwendigen artenschutzrechtlichen Dokumenten gestattet. Diese konnten bisher bei keiner der beschlagnahmten Sendungen vorgelegt werden.

Weitere Ermittlungen führen das Hauptzollamt Dresden und das Zollfahndungsamt Dresden.



Quelle : Zoll.de