Zoll online – Pressemitteilungen – Schwarzarbeiter festgenommen


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Gießen, 30. April 2018

Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt

Bedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Gießen haben bei Schwarzarbeitskontrollen auf einer Baustelle im Marburger Stadtteil Marbach am 27. April 2018 sechs Männer und zwei Frauen vorläufig festgenommen.

Die bis auf einen Ukrainer aus Moldawien stammenden Arbeiterinnen und Arbeiter im Alter von 29 bis 43 Jahren waren bei einer Lahntaler Baufirma beschäftigt und hatten keine gültigen Aufenthalts- und Arbeitspapiere. Darüber hinaus versuchten drei von ihnen, sich durch gefälschte rumänische Identitätskarten auszuweisen. Damit kamen sie aber bei den Kontrolleuren vom Zoll nicht durch.
Hinzugezogene Spezialisten der Polizei bestätigten die Fälschung.

Ein 30-Jähriger versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen und rannte davon. Die Zöllner holten ihn ein und stoppten ihn auf einem nahe gelegenen Feldweg.

Gegen die Männer und Frauen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt eingeleitet. Sie wurden vernommen und anschließend unter Einbehaltung ihrer Pässe und der Zahlung einer Sicherheit wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Marburger Ausländerbehörde hat inzwischen ihre Ausweisung verfügt und zum Teil mehrjährige Einreisesperren verhängt.

Neben dem illegal beschäftigten Personal überprüften die Zöllner noch vier Rumänen, einen Letten und einen deutschen Gärtner auf der Baustelle, bei denen alles in Ordnung war.

Alle waren mit der Sanierung einer Villa beschäftigt, die nach ersten Hinweisen wohl dem Inhaber der Lahntaler Baufirma gehört.

Bis auf den Deutschen wohnten alle Arbeiter in einer Massenunterkunft in Lahntal.



Quelle : Zoll.de

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