Zoll online – Pressemitteilungen – Schwerer Schlag gegen den organisierten Alkoholschmuggel


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Hannover, 21. Juni 2018

Sechs Haftbefehle vollstreckt; mehr als 170 Einsatzkräfte durchsuchten Firmen, Wohnungen und Lagerhallen

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld führt der Dienstsitz Bielefeld des Zollfahndungsamts Hannover seit 2016 ein Ermittlungsverfahren gegen eine international agierende Tätergruppierung wegen Verdachts der bandenmäßigen Steuerhinterziehung beziehungsweise der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei und Geldwäsche durch den umfangreichen Handel mit unverzolltem und unversteuertem Alkohol.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Beschuldigten die ihnen zur Verfügung stehenden legalen gewerbsmäßigen Strukturen aus dem Bereich des Transportwesens und des Großhandels mit Lebensmitteln und Getränken gezielt einsetzten, um in organisierter Form fortgesetzt Steuerstraftaten begehen zu können. Die beantragten Steuerversandverfahren und Steuerlager bildeten dabei den Deckmantel für den illegalen und manipulativen Absatz von Trinkbranntwein im großen Umfang.

In den Morgenstunden des 12. Juni 2018 begannen die Maßnahmen. Es wurden durch Angehörige der Staatsanwaltschaft Bielefeld und Einsatzkräfte der Zollfahndungsämter Hannover, Frankfurt am Main und Essen sechs Haftbefehle vollstreckt. Daneben wurden vier Firmen, zehn Privatwohnungen und vier Lagerstätten durchsucht. Die Durchsuchungskräfte wurden durch Beamte des Hauptzollamts Bielefeld und einer Bargeldspürhundeführerin des Hauptzollamts Bremen unterstützt.

In den Lagerhallen konnten 239 Paletten mit 172.493 Flaschen (125.625 Liter) Wodka, Grappa, Sambuca und Limoncello sichergestellt werden. Das entspricht einem Steuerschaden von 566.000 Euro. Zum Zweck der Vermögensabschöpfung wurden in den Wohnungen und in einem Fahrzeug insgesamt knapp 527.000 Euro gesichert. Weiterhin konnten ein Porsche Cayenne, ein Jetski sowie werthaltige Gegenstände, wie zum Beispiel hochwertige Uhren, sichergestellt werden.

Ebenfalls zur Vermögensabschöpfung wurden drei Immobilien der alleinigen beschuldigten geschäftsführenden Gesellschafterin der in Rede stehenden Firma durch den Eintrag einer Sicherungshypothek für das Verfahren gesichert. Außerdem konnten umfangreiche Kontenpfändungen bei den Beschuldigten umgesetzt werden.



Quelle : Zoll.de

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