Zoll online – Pressemitteilungen – Sieben Festnahmen durch den Zoll


Strafverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts eingeleitet

Sieben illegal beschäftigte Arbeiter haben die Zöllner des Hauptzollamts München bei Schwarzarbeitskontrollen Ende August 2018 auf einer Baustelle im Münchner Nordosten vorläufig festgenommen.

Bei der Kontrolle von rund 40 Arbeitern auf einer Großbaustelle haben die Beamten einen Peruaner und sechs Brasilianer ohne erforderliche Aufenthaltstitel festgestellt.

Die sieben Männer wurden daraufhin von den Zöllnern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gefahren, wo sie unter Zuhilfenahme von Dolmetschern vernommen wurden.

„Dabei stellte sich bei jedem der Beschuldigten schnell ein ähnliches Muster dar: Die Südamerikaner kamen nach Portugal, wo sie über einen Vermittler einer portugiesischen Firma mit dem Ziel angeworben wurden, in Deutschland auf unterschiedlichen Baustellen zu arbeiten“, berichtete Marie Müller, Sprecherin des Hauptzollamts München.

Daraufhin wurde ein Strafverfahren gegen die sieben Arbeiter wegen des unerlaubten Aufenthalts eingeleitet. Gegen den Arbeitgeber wird wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt und wegen illegaler Beschäftigung von Ausländern in größerem Umfang ermittelt.

Gegen die Männer wird voraussichtlich eine Ausreiseverpflichtung ausgesprochen, wonach sie das Schengen-Gebiet verlassen müssen. Des Weiteren muss mit einer mehrjährigen Einreisesperre gerechnet werden.

Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern noch an.



Quelle : Zoll.de

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