Zoll online – Pressemitteilungen – Zöllner beschlagnahmen 210 Kilogramm unversteuerten Kaffee


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Erfurt, 26. Oktober 2017

Ermittlungen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung

Etwa 210 Kilogramm unversteuerten Röstkaffee fanden Zöllner des Hauptzollamts Erfurt am 24. Oktober 2017 bei der Kontrolle eines Lebensmittelgeschäfts in Chemnitz.

Der vietnamesische Geschäftsinhaber hatte den Kaffee nach eigenen Angaben in Italien, den Niederlanden und Vietnam erworben, um ihn in seinem Laden zu verkaufen. Jedoch konnte er keinerlei Nachweise über die ordnungsgemäße Versteuerung der Ware vorlegen.

Immerhin wären im Zuge der Einfuhr des Kaffees nach Deutschland rund 465 Euro Kaffeesteuer an den Zoll zu entrichten gewesen. Für den aus Vietnam stammenden Kaffee ist noch zu klären, ob und in welcher Höhe Zoll und Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen sind.

Die Beamten beschlagnahmten den Kaffee. Gegen den Geschäftsinhaber wird nun wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt.

Hintergrund zur Kaffeesteuer

Der Kaffeesteuer unterliegen Kaffee sowie in das deutsche Steuergebiet beförderte kaffeehaltige Waren. Das Kaffeesteuergesetz bestimmt den Steuergegenstand Kaffee.

Unter Kaffee versteht das Kaffeesteuergesetz Röstkaffee und löslichen Kaffee. Röstkaffee ist gerösteter Kaffee, der auch entkoffeiniert sein kann. Löslicher Kaffee sind Auszüge, Essenzen und Konzentrate aus Kaffee, die auch entkoffeiniert sein können.

Die rohen Kaffeebohnen (Rohkaffee) unterliegen nicht der Kaffeesteuer.

Weitere Informationen zur Versteuerung von Kaffee



Quelle : Zoll.de

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