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Nürnberg, 8. Juni 2018

Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Nürnberg stieß am Dienstag, dem 5. Juni 2018, auf über 3.000 Liter Heizöl, die als Kraftstoff für einen Mähdrescher bereitgehalten wurden.

Bei einer Routinekontrolle auf der Rastanlage Frankenhöhe an der Autobahn 6 überprüften die Beamten einen osteuropäischen Tieflader. Auf Befragen gab der Fahrer an, den Mähdrescher und einen Vorratstank in Belgien für einen Empfänger in Rumänien geladen zu haben.

Bei der mit einem Probenheber durchgeführten Kraftstoffkontrolle von Haupt- und Vorratstank des Mähdreschers stellten die Beamten sofort eine starke Rotfärbung fest, was auf eine Vermischung von Dieselkraftstoff mit Heizöl hindeutet. Im Laufe der weiteren Kontrolle des Ladebunkers der Maschine fanden die Zöllner unter Planen versteckt insgesamt 29 Kanister, deren Inhalt die gleichen Merkmale aufzeigte.

Die Zollbeamten leiteten gegen den 44-jährigen Fahrer ein Steuerstrafverfahren ein. Für das Fassungsvermögen der beiden Tanks und der Kanister von insgesamt 3.415 Litern wurde die Energiesteuer in Höhe von rund 1.660 Euro fällig.

Zusatzinformation

Energieerzeugnisse, die für Heizzwecke vorgesehen sind, unterliegen in Deutschland einem niedrigeren Steuersatz als solche, die als Kraftstoff eingesetzt werden. Um schnell erkennen zu können, ob es sich um begünstigtes Heizöl oder um Dieselkraftstoff handelt, wird das Heizöl unter anderem mit einem speziellen roten Farbstoff gekennzeichnet. Dies soll insbesondere den Missbrauch verhindern.



Quelle : Zoll.de

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