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Karlsruhe, 12. Juli 2017

Bei G20-Kontrollen über 1.300 Subutex-Tabletten entdeckt

Die Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege beim Hauptzollamt Karlsruhe haben bei einer Zugkontrolle Ende Juni dieses Jahres bei einem Mann 1.337 Subutex-Tabletten mit einem Straßenverkaufswert von rund 10.000 Euro entdeckt.

Bei einer gemischten Streife zusammen mit der Bundespolizei wurden die Tabletten, die beispielsweise von Heroinabhängigen als Ersatzdroge verwendet werden, im Rucksack des 22-jährigen Täters festgestellt. Gegen den Georgier, der aus Paris eingereist war, wurde wegen Verdachts des Schmuggels von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein Strafverfahren eingeleitet. Danach wurde er von den Zollbeamten vorläufig festgenommen und dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Baden-Baden vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den jungen Mann.

Das synthetische Opioid Subutex darf in Deutschland nur unter strengen Auflagen bei der Drogenersatztherapie eingesetzt werden. In Frankreich jedoch kann Subutex mit einem einfachen Rezept für etwa einen Euro pro Stück in Apotheken gekauft werden.

“In Deutschland ist Subutex als Betäubungsmittel eingestuft und fällt unter die strengen Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes”, so Norbert Killian, Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege beim Hauptzollamt Karlsruhe. “Besitz, Konsum und Handel sind verboten. Bei Schmuggel von Subutex-Kapseln droht in Deutschland ein Strafverfahren mit hohen Geldstrafen bis hin zu mehrjährigen Haftstrafen”, so Killian weiter.

Das Zollfahndungsamt Stuttgart hat die weiteren Ermittlungen übernommen, der Schmuggler sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft.

Quelle : Zoll.de

 

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