Zoll online – Pressemitteilungen – Zoll entdeckt erneut illegale Beschäftigung auf Hemminger Baustelle


<www.zoll.de/goto?id=180664>

Stuttgart, 19. September 2017

14 der insgesamt 16 Bauarbeiter hielten sich illegal in der Bundesrepublik auf; vier Arbeiter wiesen sich mit gefälschten Dokumenten aus; Beamte wurden bereits zum zweiten Mal auf der Baustelle fündig

Nachdem die Stuttgarter Finanzkontrolle Schwarzarbeit bereits vor etwas mehr als einer Woche zwei Arbeiter, die sich illegal in Deutschland aufhielten, auf einer Baustelle in Hemmingen im Landkreis Ludwigsburg entdeckte, haben die Zöllner am 19. September 2017 auf demselben Objekt erneut illegale Beschäftigung ermitteln können.

Von den 16 auf der Baustelle tätigen Arbeitern verfügten zehn Männer aus der Ukraine, drei bosnische Arbeitnehmer und ein Serbe nicht über die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen und hielten sich somit illegal in der Bundesrepublik auf.

Die Zollbeamten hatten das Gelände vor der Prüfung weiträumig gesichert und konnten so verhindern, dass die Versuche einzelner Arbeiter, sich der Maßnahme zu entziehen, erfolgreich verliefen. Weitere Personen versuchten, sich durch Verstecken der Kontrolle zu entziehen. Bei der Überprüfung der Ausweisdokumente erkannten die Zöllner die illegale Beschäftigung der Bauarbeiter. Bei vier Arbeitnehmern stellten die Beamten fest, dass es sich bei den vorgelegten rumänischen Ausweisen um Fälschungen handelte.

Alle illegal beschäftigten Personen mussten die Arbeit umgehend einstellen. Die vier Männer mit den gefälschten Passdokumenten wurden von der Landespolizei übernommen. Gegen sie wird wegen Passfälschung ermittelt. Die restlichen illegal beschäftigten Ausländer müssen Deutschland nun umgehend verlassen. Der Inhaber des Bauunternehmens stritt vor Ort ab, dass die Männer für seine Firma tätig waren und gab an, die Bauarbeiter seien bei einem Subunternehmer beschäftigt gewesen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt hier weitere Ermittlungen, welcher Arbeitgeber für die Arbeitsaufnahme der Männer verantwortlich ist.

Eine Zöllnerin wurde bei der Prüfung von einem der Firmenchefs mit seinem Fahrzeug beinahe angefahren und musste sich durch einen beherzten Sprung in Sicherheit bringen. Gegen den Fahrer wurde Anzeige erstattet.

Der Zoll war mit insgesamt 21 Beschäftigten an der Prüfung beteiligt. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg unterstützte die Kontrolle mit mehreren Beamten.



Quelle : Zoll.de

https://wertheimerportal.de/category/bildergalerien/