Zoll online – Pressemitteilungen – Zoll kontrolliert Baustelle in Gronau


Behörde leitet Ermittlungsverfahren ein

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Münster am Standort Gronau kontrollierten in der vergangenen Woche eine Baustelle im Gronauer Stadtgebiet. Die durchgeführte Kontrolle richtete sich vor allen Dingen auf die Überprüfung der Arbeitsverhältnisse zwischen den an der Arbeitsstelle angetroffenen Arbeitnehmern und Firmen. Die Zöllner gingen dabei insbesondere Hinweisen auf Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung nach.

Bei den durch den Zoll überprüften Arbeitnehmern handelte es sich um insgesamt sieben serbische und drei bosnische Staatsangehörige sowie einen Deutsch, welche auf der Baustelle für Abbruch- und Sanierungsarbeiten im Asbestbereich zuständig waren. Wie die Kontrolle ergab, waren sechs der serbischen und alle bosnischen Arbeitnehmer nicht im Besitz eines entsprechenden Aufenthaltstitels mit Erwerbsberechtigung, sondern durften sich lediglich bis zu 90 Tage als Tourist in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
Das Hauptzollamt leitete daraufhin gegen diese Personen Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des unerlaubten Aufenthalts durch die Aufnahme einer Beschäftigung ein.

Weitere Ermittlungsverfahren leiteten die Beamten gegen die drei überprüften Arbeitgeber aufgrund des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt in neun Fällen, der unerlaubten Beschäftigung von Ausländern sowie der Ausländerbeschäftigung in größerem Umfang ein.

Die Zöllner übergaben die neun konfiszierten Reisepässe schließlich der Ausländerbehörde, welche daraufhin Ausreiseverfügungen gegenüber den betroffenen Personen sowie ein zeitlich befristetes Wiedereinreiseverbot erließ.

Bei einer sich am Folgetag anschließenden Kontrolle des Zolls gemeinsam mit der Bezirksregierung Münster am selben Objekt trafen die Beamten auf insgesamt sechs Arbeitnehmer. Hiervon konnten sich zwei Arbeitnehmer als deutsche Staatsangehörige sowie zwei weitere als türkische Staatsangehörige ausweisen. Darüber hinaus trafen die Zöllner auf einen serbischen und einen kroatischen Staatsbürger. Hinsichtlich der Nicht-EU-Staatsbürger lagen dieses Mal in allen Fällen entsprechende Aufenthaltstitel vor.

Allerdings wurden seitens der Bezirksregierung Mängel bezüglich des Arbeitsschutzes beanstandet. So verfügten die Mitarbeiter eines Unternehmens nicht über den notwendigen Sachkundenachweis, welcher bei Arbeiten an asbesthaltigen Gefahrstoffen notwendig ist.

Die weiteren Ermittlungen des Zolls dauern an.



Quelle : Zoll.de

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