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Düsseldorf, 18. September 2017

Kontrollen waren Teil einer bundesweiten Schwerpunktprüfung

58 Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Düsseldorf führten am 11. und 12. September 2017 Kontrollen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz im Baugewerbe durch.
Die Prüfungen waren Teil einer bundesweiten Schwerpunktprüfung.

Die Zöllner der FKS-Standorte Düsseldorf und Wuppertal kontrollierten in der Zeit acht Baustellen in Düsseldorf, Ratingen und Wuppertal und befragten 242 Personen.

Dabei deckten sie folgende Verstöße auf:

  • Verdacht auf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz in 51 Fällen
  • Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 48 Fällen
  • Verdacht auf illegale Ausländerbeschäftigung in 9 Fällen
  • Verdacht auf Scheinselbstständigkeit in 28 Fällen

Am 11. September versuchten zwei Arbeitnehmer, von einer Baustelle in Ratingen zu flüchten, konnten jedoch durch Zöllner festgehalten werden. Es handelte sich um ukrainische Staatsangehörige, die keinen gültigen Aufenthaltstitel besaßen. Durch das Ausländeramt der Stadt Mettmann wurden jeweils Ausweisungsverfügungen und Wiedereinreisesperren in Höhe von zwei Jahren festgesetzt.

Am 12. September versuchte ebenfalls ein Arbeitnehmer, von einer Baustelle in Düsseldorf zu fliehen. Auch hier konnte der Mann nach circa 50 Metern eingeholt und festgehalten werden. Kurios: Der Mann ist EU-Bürger und besaß alle notwendigen Papiere. Einen Grund für die Flucht gab es somit gar nicht. Auf Befragen gab er zu, dass er grundlos in Panik geraten sei und daher versucht habe, zu fliehen.

Die Auswertung der Personenbefragungen dauert an und wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.



Quelle : Zoll.de

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