Zoll online – Pressemitteilungen – Zoll prüft Bauhauptgewerbe in Bernau und Cottbus


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Frankfurt (Oder), 20. April 2018

Mindestlohnverstöße, Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen sowie unzulässige Ausländerbeschäftigung festgestellt

Zöllner des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) prüften im Rahmen einer bundesweit zeitgleichen Schwerpunktprüfung am 18. April 2018 im Bauhauptgewerbe mit Schwerpunkt Trocken- und Montagebau.

Auf einer großen Baustelle in Bernau befragten Zöllner unter Beteiligung der Bundespolizei und des Amtes für Arbeitsschutz etwa 70 Personen.
Bei sechs Arbeitgebern ergaben sich Anhaltspunkte wegen Mindestlohnverstößen. Die angetroffenen Arbeitnehmer gaben an, 8 bis 9 Euro je Stunde zu verdienen und damit deutlich weniger als den tariflichen Mindestlohn im Baugewerbe. Dieser beträgt in Ostdeutschland seit dem 1. März 2018 11,75 Euro.

In sechs Sachverhalten wird es wegen Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen zu weiteren Nachprüfungen kommen. In drei Fällen gab es mögliche Verstöße wegen unzulässiger Ausländerbeschäftigung. Es wurde auch eine zur Fahndung (Aufenthaltsermittlung) ausgeschriebene Person angetroffen.

In Cottbus wurden auf vier Baustellen etwa 100 Personen befragt. Anlass zu weiteren Prüfungen boten ein Sachverhalt wegen eines sozialversicherungsrechtlichen Meldeverstoßes und eine Feststellung wegen illegaler Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit ohne Erlaubnis).



Quelle : Zoll.de

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