Zoll online – Pressemitteilungen – Zoll prüft Baustellen im Münsterland


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Münster, 24. April 2018

Hauptzollamt Münster nimmt Trocken- und Montagebauarbeiten ins Visier

Beamtinnen und Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Münster prüften in der vergangenen Woche im gesamten Münsterland Baustellen im Bereich des Trocken- und Montagebaus. Die Aktion fand statt im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung.

Das Hauptzollamt Münster beteiligte sich daran mit rund 60 Beamten beider Standorte in Gronau und Münster. Sie befragten knapp 400 Personen an der Arbeitsstelle nach ihren Beschäftigungsverhältnissen und überprüften insgesamt 170 Arbeitgeber. Die Zöllner gingen dabei insbesondere Hinweisen auf Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Verstößen gegen Mindestlohnbestimmungen nach.

Ersten Erkenntnissen zufolge liegen in 59 Fällen Unregelmäßigkeiten vor, sodass weitere Prüfungen durch die FKS erforderlich sind. In 19 Fällen besteht dabei der Verdacht, dass Betriebe geltende Mindestlöhne nicht gezahlt haben. In weiteren 30 Fällen liegen Anhaltspunkte für das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen vor, davon in zehn Fällen durch Scheinselbstständigkeit.

Weiterhin existieren in sechs Fällen Hinweise auf Leistungsmissbrauch sowie in vier Fällen Hinweise auf eine illegale Beschäftigung von Ausländern. Hierbei war es bei einer Baustelle zu einem Fluchtversuch gekommen. Ein albanischer Arbeitnehmer war nicht im Besitz eines entsprechenden Aufenthaltstitels, sodass die Zöllner ein Verfahren wegen Verdachts des illegalen Aufenthalts einleiteten.

Die weiteren Ermittlungen der FKS dauern an.



Quelle : Zoll.de

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