Zoll online – Pressemitteilungen – Zoll überprüft zwei große Baustellen im Frankfurter Stadtgebiet


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Frankfurt am Main, 4. Mai 2018

Anhaltspunkte für Scheinselbstständigkeit und Verdacht auf Unterschreitung des Mindestlohns festgestellt

Im Rahmen der bundesweiten Schwerpunktprüfung im Baugewerbe wurden am 18. April 2018 auf zwei größeren Baustellen im Frankfurter Stadtgebiet Kontrollen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz durchgeführt. Diese bezogen sich auf insgesamt 41 Firmen und 117 Arbeitnehmer.

In acht Fällen wurden Verwarnungsgelder erhoben, da die Arbeitnehmer ihre Ausweisdokumente nicht mitgeführt hatten. In zwei Fällen ergaben sich Anhaltspunkte für Scheinselbstständigkeit. Weiterhin besteht in acht Fällen der Verdacht auf Unterschreitung des Mindestlohns.

Die im Nachgang vorzunehmenden Prüfungen hinsichtlich der Meldung von abhängig beschäftigten Arbeitnehmern gegenüber der Sozialversicherung dauern derzeit noch an.

Zusatzinformation

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main führte im Jahr 2017 bei 286 Arbeitgebern umfangreiche Prüfungen von Geschäftsunterlagen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz durch.

Die Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen betrug 18.537.772,88 Euro. Die Summe der Geldstrafen aus Urteilen und Strafbefehlen belief sich auf 335.260 Euro. 1.251 Einzelverfahren wegen Straftaten wurden abgeschlossen sowie 998 Einzelverfahren eingeleitet. 320 Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet und 358 Verfahren abgeschlossen. Die Summe der erwirkten Freiheitsstrafen beträgt insgesamt 28 Jahre, teilweise zur Bewährung ausgesetzt.



Quelle : Zoll.de

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