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Berlin, 4. Oktober 2017

14 Durchsuchungsbeschlüsse und drei Haftbefehle in Berlin und Brandenburg vollstreckt

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam vollstreckten am 27. September 2017 Ermittler der Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg und Hannover, Beamte des Hauptzollamts Potsdam sowie Spezialkräfte der Polizei und des Zolls 14 Durchsuchungsbeschlüsse und drei Haftbefehle in Berlin und Brandenburg.

Es besteht der Tatverdacht des Einfuhrschmuggels und Handels von Betäubungsmitteln in großem Stil.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein großer Rauschgiftfund auf einem Bauernhof bei Bad Belzig im Februar 2016, bei dem 72 Kilogramm Marihuana, zehn Kilogramm Amphetamin, sieben Kilogramm Kokain, sechs Kilogramm Ecstasy und 15 Kilogramm Haschisch sichergestellt wurden. Hierbei konnte ein 26-jähriger Deutscher mit russischen Wurzeln als Mieter der Lagerräume festgestellt werden, der sowohl den Schmuggel als auch den Absatz des geschmuggelten Rauschgifts organisiert hat.

Das Rauschgift wurde aus Spanien und den Niederlanden eingeschmuggelt. Bei der unerlaubten Einfuhr von Marihuana war ein in Deutschland lebender Niederländer beteiligt, der die Lagerräume auf seinem Milchviehhof bei Bad Belzig an den Haupttäter vermietet hatte, in denen das Rauschgift gelagert und dessen Absatz vorbereitet wurde. Der jetzt 62-jährige Niederländer und Kronzeuge wurde bereits vor einem Jahr durch das Landgericht Potsdam zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt, die der Bundesgerichtshof im März dieses Jahres bestätigt hat. Im Zuge der Ermittlungen konnte der Gruppierung weiterhin ein schwerer Raubüberfall nachgewiesen werden.

Bei dem Einsatz mit über 300 Einsatzkräften in Berlin, Brandenburg (Havel), Wiesenburg (Mark), Bad Belzig und Erkner konnten 19 Kilogramm Marihuana, 100 Ecstasy-Tabletten und drei Schreckschusswaffen sichergestellt werden. Auch Teile der Raubbeute konnten gesichert werden.
Dem 26-jährigen Haupttäter gelang es, sich seiner Festnahme zunächst durch Flucht zu entziehen. Unter dem hohen Fahndungsdruck stellte er sich jedoch nur wenige Tage später den Strafverfolgungsbehörden und befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft. Ihm und seinen Komplizen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.

Des Weiteren wurde eine professionell betriebene Cannabisplantage aufgefunden und gegen deren Betreiber, einen Komplizen des 26-Jährigen, ebenfalls ein Haftbefehl erlassen.

Die Ermittlungen dauern an.



Quelle : Zoll.de

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