Zoll online – Pressemitteilungen – Zollhund Lady zerschlägt Drogenverteilzentrum

 

Essen, 10. August 2017

Zoll stellt über zwei Kilogramm Amphetamin und circa 1.200 Ecstasy-Tabletten sicher

Am Nachmittag des 4. August 2017 waren Zöllner der Emder Kontrolleinheit auf Streifenfahrt im Grenzort Bunde. Die wachsamen Kontrollbeamten beobachteten zwei Personen dabei, wie diese aus einem niederländischen Mietwagen heraus, Umschläge in einen Postkasten einwarfen. Stutzig geworden, kontrollierten sie die beiden Insassen des Wagens. Zwei Briefe, die noch nicht eingeworfen wurden, kontrollierte Zollhündin Lady mit ihrer unbestechlichen Nasenarbeit.

„Unsere Zöllner und der Spürhund bewiesen mit ihrem Kontrollansatz den richtigen Riecher. Lady schlug schnell positiv an und gab damit den wichtigen Hinweis auf Rauschgift in den Umschlägen. Sie enthielten rund zehn Gramm Amphetamin und zehn Ecstasy-Tabletten, die umgehend sichergestellt wurden“, so Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg, zum Kontrollverlauf.

Daraufhin wurden die mutmaßlichen Rauschgiftschmuggler, ein 27-jähriger Niederländer und seine 30-jährige deutsche Lebensgefährtin, vorläufig festgenommen und das Zollfahndungsamt Essen am Dienstsitz Nordhorn informiert.

Im Rahmen der weiteren durch die Zollfahndung in Nordhorn und die Staatsanwaltschaft Aurich geführten Ermittlungen wurde aufgrund eines richterlichen Beschlusses des Amtsgerichts Aurich der Briefkasten nach den kurz zuvor von den Verdächtigen eingeworfenen Briefen durchsucht. Zwei weitere Umschläge mit Amphetamin und Ecstasy konnten so sichergestellt werden.

Anschließend wurde die Wohnung der Lebensgefährtin im Nachbarort von den Zollfahndern aus Nordhorn und Emder Zöllnern durchsucht. Die Zollbeamten fanden ein vollwertiges Drogenverteilzentrum in der Wohnung. Sie stellten über 2,3 Kilogramm Amphetamin und 1.150 Ecstasy-Tabletten sowie Bargeld, mehrere Computer, eine Geldzählmaschine und diverse Gegenstände zum Versand von Betäubungsmitteln per Post sicher. 3.500 Euro Bargeld beschlagnahmten sie bereits beim Fund im Auto des Niederländers.

Nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen wurde die 30-jährige Deutsche auf freien Fuß gesetzt. Für den 27-jährigen Niederländer ordnete das Amtsgericht Leer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich am folgenden Tag Untersuchungshaft an.

Der Straßenverkaufspreis der Drogen liegt insgesamt bei circa 38.000 Euro.

„Durch den guten Riecher der Emder Zöllner und die schnelle Reaktion der Zollfahnder aus Nordhorn sowie die gute Zusammenarbeit mit der Justiz“, so Heike Sennewald, Pressesprecherin des Zollfahndungsamts Essen, „konnte ein Drogenverteilzentrum in Ostfriesland zerschlagen werden.“

Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Nordhorn, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Auri

Quelle : Zoll.de

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