Zoll online – Pressemitteilungen – Zollkontrolle auf Großbaustelle


Illegaler Aufenthalt von neun Arbeitern festgestellt

Am 10. Oktober 2018 kontrollierten Beamte des Hauptzollamts Bielefeld – Finanzkontrolle Schwarzarbeit – die Großbaustelle eines Neubaus für einen Versandhändler in Oelde.

Mit rund 30 Einsatzkräften sollte überprüft werden, ob die angetroffenen Arbeitnehmer ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet wurden und ob ausländische Arbeiter die entsprechenden Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen vorweisen konnten.

Die Zöllner trafen rund 145 Arbeiter an, die hauptsächlich als Eisenflechter tätig waren oder Betonarbeiten ausführten. Sieben Personen legten als Ausweis rumänische Pässe vor. Die Überprüfung ergab, dass es sich dabei um Fälschungen handelte. Mit den gefälschten Ausweisen wollten sie den Anschein erwecken, EU-Bürger und damit von der Arbeitsgenehmigungspflicht befreit zu sein.

Zusätzlich mussten auch ein Weißrusse und ein Ukrainer der Ausländerbehörde des Kreises Warendorf übergeben werden, da sie weder über eine Aufenthaltsgenehmigung noch eine Arbeitserlaubnis für Deutschland verfügten. Eine Ausweisung ist zu erwarten.

Bei den übrigen Arbeitern werden die Arbeitsverhältnisse, insbesondere deren Entlohnung als auch die rechtmäßige Entsendung noch genau ermittelt. Falls sich die festgestellten Anhaltspunkte für Verstöße gegen Mindestlohngesetz, der Verdacht des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der Steuerhinterziehung erhärten sollten, drohen auch den Arbeitgebern Strafverfahren und Bußgeldverfahren.

Mit einer Wiederholungskontrolle durch den Zoll ist zu rechnen.



Quelle : Zoll.de

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