Zoll online – Pressemitteilungen – Zollkontrolle auf Großbaustelle


Illegaler Aufenthalt und Anhaltspunkte für Scheinselbstständigkeit festgestellt

Am 18. September 2018 kontrollierten Beamte des Hauptzollamts Bielefeld – Finanzkontrolle Schwarzarbeit – die Großbaustelle eines ehemaligen Hotels in Winterberg im Hochsauerlandkreis.

Mit 25 Einsatzkräften sollte überprüft werden, ob die angetroffenen Arbeitnehmer ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet wurden und ob ausländische Arbeiter die entsprechenden Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen vorweisen konnten.

Beim Eintreffen der Zöllner waren rund 60 Arbeiter mit Trockenbauarbeiten, Elektroinstallationen und Klempnerarbeiten beschäftigt. Zwölf polnische Staatsangehörige gaben an, als Selbstständige zu arbeiten, was jedoch durch die Beamten angezweifelt wurde und deshalb noch überprüft wird. Zwei Ukrainer und ein Albaner mussten dem Ausländeramt des Hochsauerlandkreises übergeben werden, da sie sich illegal in Deutschland aufhielten. Die Ausweisung ist zu erwarten.

Bei den übrigen Arbeitern werden die Arbeitsverhältnisse, insbesondere deren Entlohnung als auch die rechtmäßige Entsendung noch genau ermittelt. Falls sich die festgestellten Anhaltspunkte für Verstöße gegen Mindestlohngesetz, der Verdacht des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der Steuerhinterziehung erhärten sollten, drohen Strafverfahren und Bußgeldverfahren. Die Arbeitgeber haben mit empfindlichen Strafen beziehungsweise Bußgeldern zu rechnen.

Mit einer Wiederholungskontrolle durch den Zoll ist zu rechnen.



Quelle : Zoll.de

+++EILMELDUNG+++ Kaminbrand in Wertheim 08.03.2016 – Bildergalerie und Video