Zoll online – Pressemitteilungen – Zweijährige Haftstrafe für Geschäftsinhaber


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Singen, 18. Januar 2018

Zoll und Steuerfahndung ermitteln über 5,1 Millionen Euro Schadenssumme

Der Inhaber eines Gastronomiebetriebs aus dem Landkreis Schwarzwald-Baar wurde vom Amtsgericht in Konstanz wegen Steuerhinterziehung in 46 Fällen sowie wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 230 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen gemeinsam mit der zuständigen Steuerfahndung Rottweil ermittelten, hat der Geschäftsinhaber über mehrere Jahre hinweg insgesamt 59 Arbeitnehmer nicht oder zumindest nicht ordnungsgemäß bei den zuständigen Sozialkassen angemeldet, um somit Sozialversicherungsbeiträge und Steuern in nicht unerheblichem Umfang einsparen zu können. Zu diesem Zweck wurden Löhne in großem Umfang schwarz an die Arbeitnehmer ausbezahlt. Die Mittel für diese Schwarzlohnzahlungen stammten aus nicht versteuerten Betriebseinnahmen.

„Durch diese Vorgehensweise hat der Geschäftsinhaber nicht nur versucht sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, sondern auch einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern innerhalb seiner Branche“, berichtete der Pressesprecher des Hauptzollamts Singen.

Der Steuerschaden sowie der Schaden für die Sozialkassen betragen insgesamt mehr als 5,1 Millionen Euro. Die nicht gezahlten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wurden von dem Unternehmer nachgefordert und zwischenzeitlich auch entrichtet. Der Fall kam durch einen Hinweis der Steuerfahndung ans Tageslicht.

Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung auf vier Jahre ausgesetzt. Das Urteil ist zwischenzeitlich rechtskräftig.



Quelle : Zoll.de

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