Zoll stellt 40.000 Schuss Sportmunition sicher – Strafverfahren wegen Verstoß gegen Waffengesetz

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Zoll stellt 40.000 Schuss Sportmunition sicher

Strafverfahren wegen Verstoß gegen Waffengesetz

Am Freitag, dem 2. Dezember 2016, führte die Kontrolleinheit Verkehrswege München des Hauptzollamts Rosenheim stichprobenweise verdachtsunabhängige Fahrzeugkontrollen auf der Autobahn 93 zwischen Dreieck Inntal und Kufstein durch.

Als die Zollbeamten den Fahrer eines bulgarischen Pkws nach mitgeführten Waffen oder gefährlichen Gegenständen befragten, gab dieser an, auf der Rückfahrt von Salzburg zu sein, wo er Munition für Biathlongewehre gekauft habe. Und tatsächlich, unter einer Decke auf der Rücksitzbank kamen acht, als Gefahrgut gekennzeichnete, Kartons mit je 5.000 Schuss Sportmunition zum Vorschein.

Dass man für den Erwerb und die Beförderung von Munition amtliche Papiere, wie den europäischen Feuerwaffenpass und eine Durchfuhrerlaubnis des Landratsamts, benötigt, hatte der Mann, der eine Handelsagentur in Tirol betreibt, zuvor noch nicht gehört. Anscheinend war dem 49-Jährigen das Risiko seiner Ladung, welche immerhin ein Bruttogewicht von 150 Kilogramm und eine Nettoexplosivmasse von vier Kilogramm hatte, nicht bewusst. So gab er auch an, sein Fahrzeug samt gefährlicher Ladung bei einem Zwischenstopp unbeaufsichtigt abgestellt zu haben.

Die Beamten des Hauptzollamts Rosenheim stellten die 40.000 Schuss Munition sofort sicher und leiteten gegen den in Österreich ansässigen Mann ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Darüber hinaus wurde eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Strafe verhängt. Nach Beendigung der Maßnahmen wurde dem sichtlich nachdenklich gewordenen Beschuldigten die Weiterfahrt gestattet.

Rosenheim, 30. Dezember 2016 , Zoll.de