Zoll : Zehn Millionen illegale Zigaretten beschlagnahmt – Steuerschaden ca. 1,8 Millionen €

 

Essen, 23. Juni 2017

Steuerschaden in Deutschland und den Niederlanden circa 1,8 Millionen Euro

In einem Container aus den Vereinigten Arabischen Emiraten entdeckten der deutsche und niederländische Zoll 42 Paletten mit rund zehn Millionen illegalen Zigaretten der Marken Mark1 und Marble.

Durch die erfolgreiche Zollzusammenarbeit des Zollfahndungsamts Essen mit ihrem niederländischen Pendant, dem FIOD, konnten in enger Abstimmung in der Woche vom 12. bis 14. Juni 2017 die Sicherstellung der Zigaretten sowie die Festnahme der beiden ungarischen Täter erfolgen.

Der Container, der als Tarnladung Turnschuhe geladen haben sollte, erreichte zunächst eine Lagerstätte in Rotterdam und wurde dort entladen. 20 Paletten mit insgesamt 5,16 Millionen illegalen, unversteuerten Zigaretten wurden von dort über die niederländische Grenze bei Bad Bentheim gen Osten transportiert.

Auf einem Parkplatz bei Magdeburg-Barleben erfolgten der Zugriff und die Festnahme der beiden ungarischen Fahrer, Vater und Sohn im Alter von 63 und 41 Jahren. Der Sohn, Fahrer des Lkws, wurde dem Haftrichter beim Amtsgericht Osnabrück vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen. Dem Vater, der in einem Pkw den Zigarettentransport begleitete, wurde nach der Vernehmung die Weiterreise gestattet.

Die in Rotterdam verbliebenen 22 Paletten mit 4,9 Millionen illegalen Zigaretten stellte der niederländische Zoll schließlich am 14. Juni 2017 sicher, als klar wurde, dass die Tätergruppierung diese wohl nicht mehr abholen wollte.

“Der Zollfahndungsdienst unterhält ein weltweites Netzwerk von 17 Zollverbindungsbeamten, unter anderem auch in den Niederlanden. Die enge europäische Zollzusammenarbeit zeigt auch in diesem Fall Wirkung und führt zu einer eindrucksvollen Großsicherstellung im Bereich der organisierten, grenzüberschreitenden Verbrauchsteuerkriminalität”, so der Leiter des Zollkriminalamts, Norbert Drude.

Woher genau die Zigaretten stammen, ob noch weitere Täter hinter dem Schmuggel stecken und ob die Zigaretten für den deutschen oder europäischen Schwarzmarkt bestimmt waren, werden die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamts Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück ergeben.

Quelle : Zoll.de