▷ Greenpeace zum erwarteten Ende der Weltklimakonferenz: Angriff auf das Herz des …


15.12.2019 – 10:55

Greenpeace e.V.

Madrid (ots)

Madrid, 15. Dezember 2019 Zum erwarteten Ende der Weltklimakonferenz in Madrid kommentiert Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser:

Diese Klimaschutzkonferenz war ein Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens. Sie verrät all jene Menschen, die weltweit längst unter den Folgen der Klimakrise leiden und nach schnellen Fortschritten rufen.
Die zynische Gier der fossilen Industrie hat den gemeinsamen, multilateralen Kampf gegen die unübersehbare Klimakrise in ihre tiefste Krise gestürzt. Die rücksichtslose Politik von US-Präsident Trump und dem brasilianischen Staatsoberhaupt Bolsonaro hat sich in Madrid zu einer handfesten Blockade der Klimaverhandlungen gesteigert.
Die fossile Industrie um Konzerne wie BP, Shell, Exxon oder Boeing hatte versucht, mit ihren Lobbyarmen so massive Schlupflöcher in den Kohlenstoffhandel zu reissen, dass sie ungebremst weiter Milliarden mit dem Ausverkauf der Wälder und der Zerstörung unseres Planeten hätte verdienen können. Das Vertagen dieser Frage eröffnet jetzt die Möglichkeit, einen globalen Kohlenstoffhandel zu verhindern.

Konzerne, die weiter an der Zerstörung des Planeten und unserer Ökosysteme verdienen wollen, müssen sich auf wachsende Proteste der Zivilgesellschaft einstellen.

Das Bekenntnis der EU zur Klimaneutralität war einer der wenigen Hoffnungsschimmer in der düsteren Stimmung in Madrid. Gemeinsam mit Ländern wie China, Indien und den progressiven Staaten des globalen Südens kann die EU dem Pariser Abkommen im kommenden Jahr neues Leben einhauchen.
Auch die Bundesregierung muss nun zeigen, dass sie in dieser schwierigen Phase eine starke Antwort hat, denn mit der kommenden EU-Ratspräsidentschaft liegt auf Deutschland eine besondere Verantwortung. Nach dem inakzeptablen schwachen Klimapaket muss Kanzlerin Merkel schon in den nächsten Wochen mit deutlichen Verbesserungen zeigen, dass sie ein Teil der Lösung in der Klimakrise seien will. Der Rückhalt einer großen Mehrheit in der Bevölkerung ist ihr dabei sicher.“

Pressekontakt:

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Pressesprecherin Tina Loeffelbein, Tel. 0151-167 209 15. Internet:
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