Ausgiebiger Abendspaziergang einer Kuhherde – Niemand gefährdet oder behindert – Alle Tiere wohlbehalten zurück auf Weide

Kuh Nachtspaziergang Archivbild
yael / Pixabay

Ausgiebiger Abendspaziergang einer Kuhherde – Niemand gefährdet oder behindert – Alle Tiere wohlbehalten zurück auf Weide

FLADUNGEN, LKR. RHÖN-GRABFELD. Eine Kuhherde hat für die Mellrichstädter Polizei und die Fladunger Feuerwehr am Sonntagabend einen Einsatz der besonderen Art ausgelöst. Die Tiere entwischten durch ein „Schlupfloch“ in der Weideumzäunung und „wanderten“ munter im näheren Umfeld umher. Glücklicherweise waren die Kühe so freundlich, für ihren Spaziergang einen Wanderweg zu benutzen, so blieben Verkehrsbehinderungen aus. Auch wurden keine Personen gefährdet. Mittlerweile befindet sich die Herde, rechtzeitig zur Schlafenszeit, wieder an ihrem Platz.
Gegen 20:00 Uhr haben zwei Verkehrsteilnehmer, die auf der Hochrhönstraße unterwegs waren, die ungewöhnliche Entdeckung neben der Fahrbahn gemacht. Vorbildlich sicherten sie vorsorglich die Strecke mit Warndreiecken ab und verständigten die Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Mellrichstadt hatten dann alle Hände voll zu tun, die etwa 60 Kühe in Schach zu halten. Die Kuhherde, die auf einer Weide in der Nähe der Alten Hochrhönstraße zuhause ist, lief nämlich von Leubach zuerst Richtung Höchrhönstraße und dann zur sogenannten „Sennhütte“. Anschließend erklommen die Tiere noch den Touristenpunkt „Schwarzes Moor“ und genossen kurzzeitig die Aussicht, bevor sie sich zurück zur Hochrhönstraße begaben.

Mit Hilfe eines anderen Tierhalters, der sich dankbarerweise dazu bereit erklärt hatte, trieben die Beamten die Herde schließlich schon zwei knappe Stunden später zurück an ihren Platz. Die Floriansjünger, die vor Ort mit 12 Mann tatkräftig unterstützt hatten, schlossen sofort das „Schlupfloch“, damit die Vierbeiner nicht wieder auf die Idee kommen, einen Wandertrip zu unternehmen. Die 10 Tiere, die die Zeit über auf der Weide auf ihre Artgenossen gewartet hatten, waren jedenfalls nicht die einzigen, die froh über die Rückkehr der Kühe waren. Auch der Besitzer, der mittlerweile auch eingetroffen war, schien sehr erleichtert. So ist der Einsatz für alle Beteiligten noch einmal glimpflich ausgegangen.

 

PP Unterfranken