Boot mit Flüchtlingen in Seenot : Der einzige Weg sind legale Wege

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12. August 2015 Katina Schubert

Wieder ist ein Boot mit Flüchtlingen in Seenot geraten, erneut werden Menschen vermisst, 50 sind es diesmal. Die Abschottungspolitik Europas fordert immer wieder Menschenleben und macht Schlepper reich. Das muss ein Ende haben, so Katina Schubert, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand der Partei DIE LINKE. Sie erklärt weiter:

Über 2.000 Menschen fanden in diesem Jahr bereits den Tod im Mittelmeer – und erneut sind Menschen auf ihrer Flucht nach Europa an den Außengrenzen der Festung gescheitert. 50 Menschen werden vermisst, nachdem ihr Schlauchboot leck schlug.

Vor der Summe scheinen die einzelnen Schicksale ihre Tragik zu verlieren, die Meldungen werden kleiner. Das darf nicht passieren! Jedes Menschenleben muss uns daran erinnern, dass die Mauern der Festung Europa den Tod bedeuten können.

Und wir müssen alles tun, um das zu ändern. Weg mit einer Flüchtlingspolitik die auf Abschreckung setzt, weg mit einer Flüchtlingspolitik, die Flüchtlinge kriminalisiert. Weg mit dem Krieg gegen Schlepper, weil er in Wahrheit ein Krieg gegen Flüchtlinge ist.

Es gibt nur einen Weg, das Sterben im Mittelmeer zu beenden: Es muss legale Wege für Flüchtlinge nach Europa geben. Das zwingt Menschen in Not nicht länger, ihr Leben miesen Schleppern zu verkaufen.

 

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