Designierte Vizekanzler Robert Habeck lobt künftigen Agrarminister Cem Özdemir

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Osnabrück (ots)

Habeck lobt künftigen Agrarminister Özdemir

Grünen-Chef nennt Parteifreund einen „begnadeten Kommunikator“ – und verteidigt die Nichtberücksichtigung von Fraktionschef Anton Hofreiter

Osnabrück. Der Grünen-Bundesvorsitzende und designierte Vizekanzler Robert Habeck hat die Nominierung von Cem Özdemir zum neuen Agrarminister verteidigt und das Personaltableau seiner Partei für das Bundeskabinett gelobt. „Cem Özdemir ist ein begnadeter Kommunikator, der es gut versteht, unterschiedliche Interessen zusammenzubringen“, sagte Habeck der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Diese Fähigkeit sei in Özdemirs künftigem Ministerium besonders wichtig: „Die Landwirtschaft ist ein Gebiet, in dem unterschiedliche Erwartungen sehr hart aufeinanderprallen – das weiß ich aus eigener Erfahrung in Schleswig-Holstein“, sagte Habeck, der bis 2018 sechs Jahre lang Agrarminister in Kiel war.

Zudem sei Özdemir für die Aufgabe auch deshalb gut geeignet, weil er „in seiner politischen Karriere immer vor allem an der Versöhnung von Ökonomie und Ökologie gearbeitet“ habe. Beides gehöre „in kaum einem Bereich so eng zusammen“ wie in der Landwirtschaft. Auch für die gesamte grüne Partei sei Özdemirs Nominierung ein Aushängeschild: „Erstmals wird ein Kind einer türkischen Einwandererfamilie deutscher Bundesminister – und zwar nicht in einem Bereich, der mit Migrationsfragen verbunden ist, sondern im deutschesten Ressort überhaupt, wenn man so will“, sagte Habeck.

Der Grünen-Chef lobte zudem die aufgestellten Ministerinnen der Grünen. „Mit Steffi Lemke kommt eine Ostdeutsche ins Kabinett, die profunde Kenntnisse im Umweltbereich hat“, sagte Habeck. Die designierte Familienministerin Anne Spiegel habe sich bereits in Rheinland-Pfalz im selben Amt bewährt. Und die bisherige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth werde „als Kulturstaatsministerin eine starke Stimme sein“, weil sie „seit vielen Jahren die Kulturszene“ präge. „Und dann sind Annalena Baerbock und ich auch noch dabei“, sagte Habeck.

Habeck rechtfertigte auch, dass die beiden grünen Fraktionsvorsitzenden nicht ins Kabinett einziehen, „Toni Hofreiter und auch Katrin Göring-Eckardt haben große Verdienste und die Fraktion über Jahre erfolgreich geführt“, sagte er. „Aber wenn man viele gute Leute hat und nur eine begrenzte Anzahl an Ressorts, dann ist die Auswahl immer ein schmerzhafter Prozess, der manchmal schwierige Entscheidungen erfordert.“

 

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