Röttgen: Deutschland muss sich wehren
CDU-Vorsitzkandidat fordert selbstbewusste Außenpolitik mit militärischer Komponente ein
Osnabrück. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat Weißrussland „Staatskriminalität“ vorgeworfen und den Westen zu Widerstand aufgefordert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Christdemokrat, Diktator Alexander Lukaschenko betreibe „organisierten Menschenhandel zur Destabilisierung von Staaten und eine aktive Aggression gegen unsere freien Gesellschaften“. Die EU habe viel zu spät reagiert.
Röttgen rief Deutschland zu einer wesentlich robusteren Außenpolitik auf. „Wenn wir uns nicht selbst behaupten, werden wir in dieser Welt keine Rolle mehr spielen“, sagte der CDU-Vorsitzkandidat. „Ich plädiere dafür, dass die Europäer für ihre eigenen Interessen und Werte auch eine eigene Außenpolitik machen müssen. Die Zeiten, in denen das andere für uns tun, sind vorbei. Wir brauchen eine europäische Außenpolitik, die mindestens mal darin besteht, dass eine Gruppe von Mitgliedstaaten gemeinsam handelt. Dazu gehören auch militärische Fähigkeiten.“
„Die Frage ist nicht, was wir uns wünschen, sondern ganz konkret, ob wir unsere Art zu leben verteidigen oder bereit sind, sie aufzugeben“, fügte der Christdemokrat hinzu. „Dieser deutschen und europäischen Identitätsfrage können wir nicht ausweichen.“
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