Liebliches Taubertal : Tourismus ist Wirtschaftsfaktor in der Region

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Neue Auswertung zum „Lieblichen Taubertal“

Der Tourismusverband Franken hat im Jahr 2014 das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) erneut mit einer Untersuchung des Wirtschaftsfaktors Tourismus beauftragt. In dieser Gesamtuntersuchung wurde auch die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ betrachtet. Zunächst wurde definiert, aus welchen Segmenten sich die Wirtschaftszahlen für den Tourismus errechnen. Vor allem ist in dieser Untersuchung jedoch auf die Beschäftigungseffekte und das Steueraufkommen eingegangen worden. Wie es in einer Mitteilung des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“ heißt, belegt die Studie, dass in der gleichnamigen Ferienlandschaft rund 8.300 Personen ihr Primäreinkommen durch den Tourismus erzielen können.


„Liebliches Taubertal“ ist eine anerkannte Marke

Das „Liebliche Taubertal“ ist touristisch eine anerkannte Marke. Vor allem Fahrradfahrer, Wanderer sowie Kultur- und Kulinarikinteressierte reisen in diese Landschaft. Hinzu kommen Gesundheitsorientierte, die gerne Angebote des Heilbades Bad Mergentheim nutzen. Insgesamt konnten so im Geschäftsjahr 2014 rund 1,4 Millionen Übernachtungsgäste in gewerblichen Betrieben, 420.000 Privatübernachtungsgäste und rund 7,2 Millionen Tagesbesucher registriert werden. Dieses Gästeaufkommen führte zu einem Gesamtbruttoumsatz von 405,3 Millionen Euro und zu einem Beschäftigungseffekt von 8.300 Personen. Das aus diesen Beträgen erwirtschaftete kommunale Steueraufkommen – welches als vielfacher Rückfluss des für die Tourismuswerbung eingesetzten Geldes angesehen werden kann – umfasste 9,1 Millionen Euro. „Dies belegt, dass der Tourismus an Tauber und Main ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist“, sagt Landrat Reinhard Frank, der Vorsitzende des Tourismusverbandes „Liebliches Taubertal“.

Verglichen mit den Ergebnissen des Jahres 2011, in diesem Jahr wurde die davorliegende Untersuchung des dwif durchgeführt, zeigt sich allerdings ein leichter Rückgang beim erwirtschafteten Bruttoumsatz. Nach Aussagen des dwif ist dies vor allem auf die verringerten Ausgaben der Tagesbesucher zurückzuführen. Haben Tagesbesucher im Jahr 2011 durchschnittlich noch 26,90 Euro ausgegeben, waren dies im Jahr 2014 nur 25,10 Euro. Dies bedeutet bei 7,2 Millionen Tagesbesuchern einen Bruttoumsatzrückgang von rund 12,9 Millionen Euro.


Auswertung des Tagestourismus

Zum Tagestourismus erklärt das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr: „Tagestourismus ist und bleibt das mit Abstand größte touristische Nachfragesegment in Franken. Das hat auch für das ‚Liebliche Taubertal‘ Gültigkeit. Allerdings liegen zum Tagestourismus im Gegensatz zu großen Teilen des Übernachtungstourismus keine amtlich gezählten Nachfragedaten vor. Zum Tagestourismus gibt es nur in unregelmäßigen Abständen durchgeführte Marktforschungen (repräsentative Bevölkerungsbefragungen zum Tagesreiseverhalten der Deutschen).

Während die letzten drei Untersuchungen des Wirtschaftsfaktors Tourismus für Franken auf Werten bzw. Hochrechnungen der dwif-Grundlagenuntersuchung aus den Jahren 2004 bis 2006 basierten, konnten für die jetzt vorliegende Untersuchung des Jahres 2014 aktuelle Werte aus der neuen dwif-Grundlagenuntersuchung ‚Tagesreisen der Deutschen‘ aus dem Jahr 2013 verwendet werden. Diese neue Grundlagenuntersuchung basierte erstmals auf den aktualisierten Bevölkerungszahlen für Deutschland aus der Zensus-Untersuchung im Jahr 2011. Auch aus dem Zensus ergeben sich grundlegende Rückgänge im Mengengerüst des Tagestourismus. Deshalb sind auch bei den Tagesreisen Rückgänge angenommen worden.“

Der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ hat diese Informationen zur Kenntnis genommen. Gegenüber dem dwif wurde allerdings auch argumentiert, dass sich gerade im Tagesbesucherbereich im ‚Lieblichen Taubertal‘ in den vergangenen Jahren sehr positive, dynamische Entwicklungen ergeben haben. „Hier verweisen wir beispielhaft auf den Schiffstourismus in Wertheim und natürlich das Wertheim Village“, sagt Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal“. Allein im Factory Outlet Center (FOC) „Wertheim Village“ wird von 2,5 bis 3 Millionen Tagesbesuchern pro Jahr ausgegangen. Trotz dieser Besonderheiten greift der dwif nur auf die erwähnten Basisdaten zurück und nimmt, was den Tagestourismus betrifft, diese Grundlagen für alle Gebietsausschüsse des Verbandsgebietes Franken gleichermaßen an.

Für den Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, sagt Vorsitzender und Landrat Reinhard Frank, „ist allerdings entscheidend, dass im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2011 die Zahl der Übernachtungsgäste sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich erneut angestiegen ist“. Dies belegt, dass die touristischen Angebote im Taubertal auf Zuspruch treffen und stimmig sind. Dieser Weg soll auch künftig weiterbeschritten werden. Hierzu sollen auch die neuen Erkenntnisse aus dem Tourismusworkshop im Juli beitragen. „Hier haben wir einige gute, ergänzende Ansätze entwickelt, die in den nächsten Entwicklungsperioden umgesetzt werden sollen“, sagt Landrat Frank.

Stadtverwaltung Wertheim

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