Main-Tauber-Kreis: 2 neue Coronavirus-Infektionen – Stand 12.10 – Grenzwert der Vorwarnstufe von 35 Fällen fast erreicht!

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Zwei neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 12. Oktober) – Corona-Warn-App nutzen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Montag, 12. Oktober, zwei neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Betroffenen leben im Gebiet der Stadt Bad Mergentheim und der Gemeinde Großrinderfeld. Eine Person ist aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt, die andere ist Kontaktperson zu einem bekannten Fall in einem anderen Landkreis. Die beiden neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation. Ihre Kontakte werden ermittelt. Für die Kontaktpersonen wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 623.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind fünf weitere und damit insgesamt 548 Personen wieder genesen. Derzeit sind 64 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 30 (+1), Boxberg: 0, Creglingen: 0, Freudenberg: 0, Großrinderfeld: 3 (+1), Grünsfeld: 0, Igersheim: 6, Königheim: 0, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 4, Niederstetten: 5, Tauberbischofsheim: 1, Weikersheim: 9, Werbach: 0, Wertheim: 4, und Wittighausen: 2.

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Main-Tauber-Kreis liegt am Montag, 12. Oktober, bei 34,1. Er beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (5. bis 11. Oktober) je 100.000 Einwohner. Damit ist erstmals der Grenzwert der Vorwarnstufe von 35 Fällen fast erreicht. Vor diesem Hintergrund rufen Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona sowie Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug alle Bürgerinnen dazu auf, die Corona-Warn-App zu installieren und zu nutzen, sofern sie dies noch nicht tun.

„Mit der Corona-Warn-App können alle mithelfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Sie macht das Smartphone zum Warnsystem und informiert jeden Nutzer, der Kontakt mit nachweislich Infizierten hatte. Sie schützt damit jeden einzelnen Nutzer und seine Mitmenschen.“ Darüber hinaus schütze die App auch die Privatsphäre, denn sie kenne weder den Namen noch den Standort des Nutzers. Das System funktioniere umso besser, je mehr Menschen es nutzen.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 12. Oktober, 13.30 Uhr)

Elisabeth Krug macht deutlich, weshalb die App so wichtig ist: „Überall im öffentlichen Raum begegnen wir anderen Menschen – darunter auch Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sein können und es an andere übertragen.“ Dies könne auch der Fall sein, ohne dass sich beim Überträger Symptome bemerkbar machen. „Dies macht die aktuelle Situation so gefährlich.“

Nach einem positiven Corona-Test geht es für das Gesundheitsamt an die Nachverfolgung der Kontakte. Diese verläuft nicht ohne Lücken. Schließlich können Infizierte unmöglich alle Personen benennen, denen sie begegnet sind. Die Corona-Warn-App kann solche Lücken schließen. Sie erkennt, wenn sich andere Menschen in der Nähe eines Nutzers aufhalten. Und sie benachrichtigt den App-Nutzer, wenn ihr gemeldet worden ist, dass sich einer dieser Menschen nachweislich infiziert hat. „Damit ergänzt die App die analoge Erfassung und hilft so, Infektionsketten zu durchbrechen. Sie hilft, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Nicht als Allheilmittel, aber als wichtiger Beitrag neben den AHA-Regeln – also Abstand, Hygiene, Alltagsmaske – sowie regelmäßigem Lüften“, sagt Schauder.

Die Corona-Warn-App sollte ihre Nutzer auf allen Wegen begleiten, also sollte das Smartphone jederzeit mitgeführt werden und eingeschaltet sein. Wann immer sich Nutzerinnen oder Nutzer begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes aus. Diese geben Aufschluss darüber, mit welchem Abstand und über welche Dauer eine Begegnung stattgefunden hat. Relevant ist eine Begegnung nur, wenn man eine bestimmte Zeit mit einem bestimmten Abstand zusammen gewesen ist. Begegnet man nur jemanden im Vorübergehen auf der Straße, ist das keine relevante Begegnung. Sitzt oder steht man aber mehrere Minuten mit jemandem eng beieinander, ist dies relevant.

Die App speichert alle Zufallscodes, die ein Smartphone sammelt, für 14 Tage, und zwar ausschließlich dezentral auf dem Gerät. Laut Robert-Koch-Institut umfasst die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, einen bis maximal 14 Tage. Deshalb werden die Daten nach Ablauf von 14 Tagen automatisch gelöscht.

Meldet eine betroffene Person über die App freiwillig ihre Infektion, werden ihre eigenen Zufallscodes allen Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Auf deren Smartphones prüft die App, ob unter den Kontakten der letzten 14 Tage der Zufallscode eines Infizierten ist und kritische Kontakte bestanden haben. Wird sie fündig, benachrichtigt sie die Betroffenen und gibt klare Handlungsempfehlungen. Die Benachrichtigten können freiwillig entscheiden, ob sie den Empfehlungen folgen. Ihre Daten sind zu keiner Zeit einsehbar. Der warnende Nutzer weiß nicht, welche Personen gewarnt werden, und die Gewarnten wissen nicht, von wem die Meldung stammt. Wenn die App eine Warnung anzeigt, wird eine sofortige Kontaktaufnahme mit dem für den Wohnort zuständigen Gesundheitsamt dringend empfohlen. Für Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises ist dies das Gesundheitsamt beim Landratsamt unter der Telefonnummer 09341/82-4010.

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

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