Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 19 neue Coronavirus-Infektionen – 17. Todesfall – Soforthilfe für Wohnungslose – Inzidenz 151,8 – Stand 03.12.2020

Man Homeless Poverty Angel Beggars  - Dieterich01 / Pixabay
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19 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 3. Dezember) – 17. Todesfall – 45 weitere Personen genesen – Soforthilfe für Wohnungslose

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Donnerstag, 3. Dezember, 19 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Ahorn, Bad Mergentheim, Boxberg, Creglingen, Freudenberg, Igersheim, Königheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Wertheim. Es handelt sich in mindestens acht Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. 18 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 1508.

Landrat erklärt Hinterbliebenen sein Mitgefühl

 

Vom Gesundheitsamt wurde am Donnerstag ein weiterer Todesfall bestätigt. Es handelt sich um einen unter 70-jährigen Mann, bei dem ein positiver Befund auf das Coronavirus vorlag. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 17 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, zuletzt am 30. November. „Unser Mitgefühl gilt den Verwandten, Bekannten und Freunden des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

45 weitere Personen genesen

Mittlerweile sind 45 weitere und damit insgesamt 1290 Personen wieder genesen. Derzeit sind 201 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 9 (+3), Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 29 (+3), Boxberg: 27 (+2), Creglingen: 3 (+1), Freudenberg: 10 (+1), Großrinderfeld: 2, Grünsfeld: 1, Igersheim: 6 (+1), Königheim: 1 (+1), Külsheim: 8, Lauda-Königshofen: 21 (+2), Niederstetten: 10, Tauberbischofsheim: 28 (+1), Weikersheim: 8 (+1), Werbach: 3, Wertheim: 31 (+3) und Wittighausen: 2.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 151,8

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag, 3. Dezember, wie am Vortag bei 151,8. Eine Woche zuvor, am 25. November, lag er deutlich niedriger bei 104,2. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (26. November bis 2. Dezember) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Quarantäne für Seniorenzentrum St. Hannah Distelhausen aufgehoben

Die Quarantäne für das Seniorenzentrum St. Hannah Distelhausen konnte nach dem Abschluss der flächendeckenden Testung aufgehoben werden. Es wurden zwei Infektionsfälle im Bereich des Personals festgestellt. Beide betroffenen Mitarbeitenden befinden sich in häuslicher Isolation. Bei Bewohnerinnen und Bewohnern des Heimes konnte keine Infektion nachgewiesen werden.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 3. Dezember, 15.30 Uhr)

Quarantänen an Gemeinschaftsschule Wertheim ausgeweitet

Die Quarantäne, die kürzlich für Teile von zwei Klassen der Gemeinschaftsschule Wertheim angeordnet wurde, musste jeweils auf die gesamte Klasse ausgeweitet werden.

Obdachlose sollen sichere Rückzugs- und Schutzmöglichkeit erhalten

Das Sozialministerium Baden-Württemberg möchte mit dem jetzt zum zweiten Mal während der Pandemie aufgelegten Soforthilfeprogramm für Wohnungslose dazu beitragen, dass diese Menschen im Winter eine sichere Rückzugs- und Schutzmöglichkeit erhalten. Mit der „Soforthilfe für Obdachlose Winter“ unterstützt das Land Kommunen finanziell, zusätzlich geeignete Räumlichkeiten zu finden, die eine Notübernachtung sicherstellen und tagsüber zum Aufenthalt geöffnet sind. Kommunen können ab sofort Anträge zur finanziellen Unterstützung stellen. Insgesamt stehen hierfür 400.000 Euro zur Verfügung.

„Auch im Main-Tauber-Kreis sind Menschen von Obdachlosigkeit betroffen. Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn die Städte und Gemeinden entsprechende Förderanträge stellen“, erklärt Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug. „Die Schaffung von weiteren Notübernachtungsplätzen und von mehr Raum zum Aufenthalt trägt direkt dazu bei, dass die Abstands- und Hygieneregeln rund um die Uhr eingehalten werden können.“

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen treffen gerade auch Menschen ohne festen Wohnsitz insbesondere in der kalten Jahreszeit hart. Sie leben auf der Straße und haben keinen Rückzugsort. Sofern Notunterkünfte zur Verfügung stehen, teilen sich den Raum meist mehrere Menschen.

Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist für Menschen, die auf der Straße leben, ganz besonders hoch. Viele Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind, sind medizinisch unterversorgt oder haben Mehrfacherkrankungen. Sie gehören damit zum besonders vulnerablen Personenkreis und in Corona-Zeiten zur Risikogruppe. Die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus erschweren das Leben auf der Straße weiter. „Daher ist es besonders wichtig, dass das Land hier seine Soforthilfe ein zweites Mal aufgelegt hat“, sagt Elisabeth Krug.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de