Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 28 Coronavirus-Infektionen – 1 Todesfall – Inzidenz 57,4 – Stand 05.03.2021

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 5. März, 15.00 Uhr)

28 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 5. März) – Kindergartengruppe und zwei Lerngruppen in Quarantäne

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 5. März, 28 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens 21 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 27 Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3297.

Weiterer Todesfall

Das Gesundheitsamt hat am Freitag, 5. März, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es sich um eine unter 70-jährige männliche Person. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 69 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 49 im Jahr 2021. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Weitere Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei drei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 49 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige.

Mittlerweile sind sieben weitere, und damit insgesamt 3091 Personen wieder genesen. Derzeit sind 137 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 13 (+2), Boxberg: 1, Creglingen: 20 (+4), Freudenberg: 22, Großrinderfeld: 3 (+1), Grünsfeld: 1, Igersheim: 3 (+1), Königheim: 0, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 13 (+3), Niederstetten: 18 (+2), Tauberbischofsheim: 14 (+4), Weikersheim: 10 (+7), Werbach: 2, Wertheim: 16 (+4) und Wittighausen: 0.

Aktive Fälle von Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 5. März, 15.00 Uhr)

Sieben-Tage-Inzidenz bei 57,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag, 5. März, bei 57,4. Eine Woche zuvor, am Freitag, 26. Februar, stand der Wert bei 47,6. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (26. Februar bis 4. März) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Kindergartengruppe und zwei Lerngruppen in Quarantäne

Aufgrund von Infektionsfällen wurde eine Gruppe des Kirchlichen Kindergartens Wartberg in Wertheim vom Gesundheitsamt in Quarantäne verfügt.

Für zwei Lerngruppen des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums „Schule im Taubertal“ in Unterbalbach musste aufgrund von Infektionsfällen ebenfalls Quarantäne angeordnet werden.

Lage wird täglich neu bewertet

Auch wenn seit Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz nicht unter 50 gesunken ist,  ist derzeit keine nächtliche Ausgangsbeschränkung im Main-Tauber-Kreis geplant. Erster Landesbeamter Christoph Schauder, Leiter des Corona-Arbeitsstabs im Landratsamt, betont aber:

„Das bloße Überschreiten der 50er-Marke führt für sich genommen noch zu keinem Automatismus. Wir bewerten aber täglich die Lage neu. Das Gesundheitsamt ist aktuell in der Lage, die Infektionsketten nachzuverfolgen. Fakt ist aber auch, dass die Fallzahlen nach wie vor hoch sind, zu hoch. Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, die Abstands- und Hygienevorschriften konsequent einzuhalten, denn die Unvernunft Einzelner kann sehr schnell zu Einschränkungen für alle führen.“ Darüber hinaus weist das Landratsamt ausdrücklich darauf hin, dass unabhängig von Ausgangsbeschränkungen alle Regelungen des landesweiten Lockdowns unverändert weiter gelten, so etwa die strengen Regelungen zur Kontaktbeschränkung.

Eigenverantwortung ist das Gebot der Stunde

Um die Infektionszahlen wieder sinken zu lassen, bleibt die AHA-+L-Formel – Abstand, Hygiene, (Alltags-) Maske und regelmäßiges Lüften von geschlossenen Räumen  – wichtig. Überall, wo es möglich ist, sollte mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen eingehalten werden. Wer selbst den Verdacht hat, sich infiziert zu haben, etwa bei Auftreten von Symptomen, sollte sich eigenverantwortlich in häusliche Isolation begeben, telefonisch Rücksprache mit dem Hausarzt halten und Kontakte zu anderen Personen unbedingt meiden. Angehörige des Haushalts sollten Kontakte zu anderen Personen außerhalb des Haushalts ebenfalls möglichst meiden, bis die Infektionslage durch das Testergebnis geklärt ist.

Bei der Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter kann beispielsweise ein sogenanntes Kontakttagebuch helfen. Wer sich abends in Stichworten notiert, dass er oder sie beispielsweise beruflich in möglichen Cluster-Situationen war, kann dem Gesundheitsamt bei einem positiven Testergebnis schnell und zuverlässig Auskunft darüber geben, wo eine Ansteckung möglich gewesen wäre. Dies spart Zeit und ermöglicht es dem Gesundheitsamt, rasch die nötigen Schritte in die Wege zu leiten.

Quelle: Main-Tauber-Kreis.de

Quelle RKI/Arcgis

 

 

Main-Tauber-Kreis/Wertheim: 7 Coronavirus-Infektionen – 2 Todesfälle – Inzidenz 58,9 – Stand 05.03.2021