Mit Druckluftwaffe auf Katze geschossen und schwer verletzt – Zeugen gesucht -1000 Euro Belohnung für Hinweise

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

 

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pasja1000 / Pixabay , Symbolbild

Wiesensteig / Stuttgart, 23. Juli 2020 – Tierquäler gesucht: Medienberichten zufolge schoss ein Unbekannter am Sonntag zwischen 13 und 17 Uhr im Bereich der Schakentalstraße in Wiesensteig mit einer Druckluftwaffe auf eine Katze. Eine Notoperation, bei der ein Diabolo-Geschoss entfernt wurde, rettete das schwer verletzte Tier. Bereits vor etwa sechs Wochen wurde bei einer anderen Katze ein gleichartiges Geschoss bemerkt. Die Polizei ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 07331-93270 um Zeugenhinweise.

PETA setzt Belohnung aus
Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus für Hinweise, die den Tierquäler überführen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Es ist erschreckend, wie häufig brutale Übergriffe auf Katzen verübt werden“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Druckluftwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen

Quelle : PETA.de

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