Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 06.03.2017

B26 nach Lkw-Unfall für mehrere Stunden gesperrt

SACKENBACH, LKR. MAIN-SPESSART. Am frühen Dienstagmorgen verlor ein 39-jähriger tschechischer Lkw-Fahrer auf der B26 zwischen Neuendorf und Sackenbach aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Sattelzug.

 

Der Lastzug durchbrach gegen 03.15 Uhr die Leitplanke zum Radweg/Main hin und beschädigte diese auf einer Länge von rund 150 Meter. Außerdem wurden ein Wasserdurchlass und das daran angebrachte Geländer stark beschädigt. Bei dem Unfall wurden die Kraftstofftanks des Lastzugs beschädigt, es trat Diesel aus. Die beiden Insassen des Lkw wurden glücklicherweise nicht verletzt. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Der Sachschaden lässt sich im Moment noch nicht genau beziffern, dürfte sich jedoch im Bereich einiger zehntausend Euro bewegen. Dazu werden noch die Kosten für Bergung und Aufräumarbeiten kommen.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und der ersten Sofortmaßnahmen war die B26 nur einspurig befahrbar. Die Freiwillige Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den ausgetretenen Kraftstoff aufzufangen und die Verkehrsmaßnahmen zu unterstützen. Gegen 09.00 Uhr wurde nach Hinzuziehung weiterer Fachleute mit der Bergung des Sattelzugs begonnen. Ab diesem Zeitpunkt musste die B26 komplett gesperrt werden. Der Verkehr aus Richtung Gemünden am Main wurde über die Bayerische Schanz, der aus Richtung Lohr am Main wurde über Wiesenfeld nach Karlstadt umgeleitet. Die Vollsperrung dauerte bis etwa 14.00 Uhr. Seither ist die B26 wieder einspurig befahrbar. Im Bereich der Unfallstelle dauern die Bergungsarbeiten noch einige Zeit an. Dort ist zurzeit noch eine Baustellenampel eingerichtet.

Versuchter Betrug mittels „CEO-Fraud“ – Überweisung rechtzeitig gestoppt

LANDKREIS WÜRZBURG. Im Laufe der letzten Woche hat der Mitarbeiter eines Seniorenheimes – nach einer angeblichen Aufforderung durch den Heimleiter per E-Mail – mehrere zehntausend Euro ins Ausland überwiesen. Es handelte sich hierbei jedoch um einen versuchten Betrug mit der sogenannten „CEO-Fraud“-Masche. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Würzburg.

In der letzten Woche wurde ein Mitarbeiter eine Seniorenheimes von ihrem Heimleiter per E-Mail dazu aufgefordert, eine Wartungsgebühr in Höhe von mehreren zehntausend Euro ins Ausland zu überweisen. Der Mitarbeiter veranlasste daraufhin die Überweisung. Die Betrugsmasche konnte jedoch noch rechtzeitig aufgedeckt werden. Die Überweisung konnte durch die Bank glücklicherweise gestoppt werden.

Bei der sogenannten „CEO-Fraud“-Masche geben sich die Täter – nach Sammlung von Informationen über das Unternehmen – in der Regel als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen unter Hinweis z.B. auf eine Unternehmensübernahme einen Mitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrags ins Ausland. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel per E-Mail, wobei die Absenderadressen verfälscht werden. Die Informationen zum Unternehmen beschaffen sich die Täter aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister, der Homepage oder Werbebroschüren.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche rät die Unterfränkische Polizei:

  • Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen öffentlich sind und was Sie um Zusammenhang mit ihrem Unternehmen publizieren
  • Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter hinsichtlich des Betrugsphänomens
  • Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten – vor Veranlassung der Zahlung – folgende Schritte durchgeführt werden:

Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche Rückfrage beim
Auftraggeber
Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten

  • Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an Ihre örtliche Polizeidienststelle

Tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen – 19-Jähriger leistet Widerstand – Polizei sucht Zeugen

ASCHAFFENBURG. In der Nacht zum Sonntag ist es in der Würzburger Straße zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Drei Beteiligte erlitten teilweise nicht unerhebliche Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Ein 19-Jähriger versuchte Polizeibeamte zu verletzen und bedrohte sie, woraufhin er in Gewahrsam genommen wurde.

 

Gegen 01.20 Uhr waren Zeugen in der Würzburger Straße, etwa auf Höhe der Spessartstraße, auf die tätliche Auseinandersetzung aufmerksam geworden. Sie alarmierten die Polizei und hielten einen der Beteiligten fest. Vor Ort trafen die Beamten letztlich zwei 19-Jährige und einen 27-Jährigen an, die offensichtlich an der Auseinandersetzung beteiligt waren.

Alle drei waren verletzt und wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert. Einer wies Schnittwunden auf. Wie diese entstanden sind ist derzeit noch unklar. Eine Glasflasche könnte dabei eine Rolle gespielt haben. Die anderen Beteiligten waren flüchtig und konnten im Zuge der Fahndung nicht mehr angetroffen werden. Gegen alle drei wurden Strafverfahren wegen des Verdachts von Körperverletzungsdelikten eingeleitet. Nachdem sie alkoholisiert waren, mussten sie sich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme gefallen lassen.

Den 19-Jährigen erwartet ebenso ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Er hatte sich erst im Klinikum aggressiv verhalten und dann Einsatzkräfte der Polizei bedroht, beleidigt und versucht sie mit Kopfstößen zu verletzen. Die Nacht endete für ihn in einer Haftzelle.

Nachdem der genaue Ablauf der Auseinandersetzung und die Identität mehrerer Beteiligter noch unklar ist, bittet die Polizei um Hinweise von Zeugen, die auf die Situation aufmerksam wurden. Anrufe bitte an die Polizeiinspektion Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-2230.

 

PP Unterfranken