Polizei-Berichte für MSP , Region Mainfranken , Unterfranken und Rhön , 30.01.2017

Einbruch in Poststelle – Diebstahl eines hochwertigen Mercedes – Polizei bittet um Hinweise

ALZENAU UND KAHL A.MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Im Laufe der vergangenen Woche sind Unbekannte in eine Poststelle in Wasserlos eingestiegen. In Kahl entwendeten Pkw-Diebe einen hochwertigen Mercedes. In beiden Fällen ermittelt die Kripo Aschaffenburg und bittet um Hinweise.

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Möglicherweise unter Ausnutzung des sogenannten „Keyless-Entry-Systems“ entwendeten Diebe vermutlich in der Nacht zum Mittwoch einen in der Kahler Friedensstraße geparkten Mercedes der C-Klasse. Der Pkw hat einen Wert von rund 40.000 Euro.

Zwischen Mittwoch und Donnerstag waren Einbrecher im Alzenauer Ortsteil Wasserlos aktiv. Sie stiegen gewaltsam über eine Türe in ein Geschäft mit Postfiliale ein und entwendeten etwas Bargeld und Briefmarken. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf ca. 500 Euro.

Die Kripo Aschaffenburg hat in beiden Fällen die weiteren Ermittlungen übernommen. Wer sachdienliche Angaben in den beiden Fällen machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Hochwertiger Audi gestohlen – Polizei bittet um Hinweise

BAD KISSINGEN, OT GARITZ, LKR. BAD KISSINGEN. In der Nacht zum Sonntag haben unbekannte Diebe einen vor einem Wohnhaus geparkten Audi gestohlen. Der Wagen hat einen Wert von rund 80.000 Euro. Die Kripo Schweinfurt ermittelt und bittet um Hinweise.

 

Nach ersten Erkenntnissen waren es zwei Täter, die gegen 02.50 Uhr, den neben dem Wohnhaus in Garitz geparkten schwarzen RS6 in ihren Besitz brachten und damit davon fuhren. Möglicherweise erfolgte der Diebstahl unter Ausnutzung des Keyless-Entry-Systems, mit dem das Fahrzeug ausgestattet war.

Unmittelbar nach Eingang der Mitteilung über den Diebstahl leitete die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem entwendeten Pkw und den flüchtigen Tätern ein. Diese verliefen bis dato jedoch ergebnislos.

Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen, die auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegennimmt:

  • Wer hat in der Nacht zum Sonntag in Garitz verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt?
  • Wer kann Hinweise zu dem hellen Pkw Kombi geben, der am Sonntagmittag langsam in der Lessingstraße unterwegs war?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen können?

 

Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei in Schweinfurt in Verbindung zu setzen. Anrufe bitte unter Tel. 09721/202-1731.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken gibt Eigentümern von Pkw mit dem Keyless-Entry-System folgende Verhaltenstipps:

 

  • Parken Sie hochwertige Pkw nach Möglichkeit in einer verschlossenen Garage.
  • Bewahren Sie die Schlüssel, inklusive der Ersatzschlüssel, in einer Schlüsselmappe oder ähnlichem mit „Cryptalloy-Folie“ auf. Diese Folie verhindert die Ausbreitung des Funksignals.
  • Eine außergewöhnliche Aufbewahrungsmöglichkeit ist es die Schlüssel in den Kühlschrank zu legen, der Kühlschrank bietet eine sehr starke Abschirmung der Funksignale.
  • Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen, die mehrmals langsam durch die Straßen fahren und notieren Sie sich das Kennzeichen. Informieren Sie anschließend sofort die Polizei.
  • Achten Sie auch auf Personen, die Ihr Fahrzeug fotografieren. Dies kann bereits eine Vorbereitungshandlung für einen späteren Diebstahl sein. Hochwertige Fahrzeuge werden oft auf „Bestellung“ gestohlen.
  • Verwenden Sie ggf. auch Sicherungen die durch Eingriff in die Mechanik das Wegfahren des Fahrzeuges verhindern bzw. erschweren (z. B. Parkkrallen, Lenkradkrallen).

Todesfälle in Arnstein – Staatsanwaltschaft beantragt Obduktion

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 30.01.2017

ARNSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. Nach den sechs Todesfällen während einer privaten Feier in einem Gartenhaus bei Arnstein dauern die Ermittlungen zur Todesursache nach wie vor an. Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat inzwischen die Obduktion der Leichname beantragt. Darüber hinaus stehen weitere, umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen an.

 

Arnstein

Wie bereits berichtet, hatte ein Vater die fünf Männer und die Frau im Alter von 18 bis 19 Jahren am Sonntagvormittag leblos in dem gemauerten Gartenhaus aufgefunden. Er wählte sofort den Notruf, allerdings kam für die jungen Leute jede Hilfe zu spät. Der Notarzt, der schnell vor Ort war, konnte nur noch den Tod der 18- und 19-Jährigen feststellen.

Die Ermittlungen zur Unglücksursache hat noch am Sonntag vor Ort die Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft übernommen. Zu den Hintergründen gibt es nach wie vor noch keine gesicherten Erkenntnisse. Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten würden, liegen bislang jedoch nicht vor.

Zur Aufklärung der Todesursache wurde zwischenzeitlich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg die Obduktion der Leichname angeordnet. Die Obduktionen sollen noch im Laufe des Montags erfolgen. Darüber hinaus hat die Staatsanwaltschaft umfassende Untersuchungen des Blutes der Verstorbenen auf etwaige körperfremde Stoffe angeordnet. Insbesondere aufgrund der Vielzahl der Verstorbenen und des Umfangs der erforderlichen Untersuchungen werden diese Ermittlungen wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zudem werden Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes vor Ort kommen, um technische Untersuchungen vorzunehmen.

Audiodatei

Eisregen in Unterfranken – rund 120 Unfälle – davon ca. zwölf Unfälle mit Verletzten

UNTERFRANKEN. Plötzlich einsetzender Eisregen führte am Montagvormittag zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen. Die Polizei musste zu rund 120 Verkehrsunfällen ausrücken, bei ca. zwölf Verkehrsunfällen kam es zu Verletzten. Die Räumdienste, Rettungsdienste, Abschleppdienste und die Polizei waren mit einem Großaufgebot unterwegs.

 

Glatteis

Die ersten Mitteilungen über Glatteisunfälle gingen um kurz vor 07:00 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein. So ereignete sich auf der A3 an der Anschlussstelle Helmstadt ein Auffahrunfall zwischen zwei Pkw. In der Folge fuhren auf der vereisten Fahrbahn jedoch ca. 12 Pkw aufeinander und sorgten für eine mehrstündige Vollsperrung der A3 in Richtung Würzburg. Ein Schwerverletzter musste mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die Regenfront zog weiter über Spessart und Rhön in Richtung Main-Franken. Dort kam es zu weiteren Verkehrsunfällen, die jedoch zum Großteil glimpflich mit Blechschaden ausgingen.

In Würzburg stürzten auch mehrere Fußgänger und mussten durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein auf dem Radweg zwischen Retzbach und Thüngersheim gestürzter Radfahrer musste ebenfalls mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Aber auch Räumfahrzeuge und Polizeifahrzeuge blieben von den Gefahren des Glatteises nicht verschont. So kam es allein in Würzburg zu zwei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Räumfahrzeugen, in einem Fall konnte auch das Spezialfahrzeug nicht mehr bremsen und fuhr auf einen Pkw auf. Aber auch ein Polizeibeamter konnte in Würzburg trotz vorsichtigster Fahrweise vor dem Unfall, der eigentlich aufgenommen werden sollte, nicht mehr anhalten und rutschte in die Unfallstelle. Auch hier kam es glücklicherweise zu keinen Personenschäden.

An diesem Vormittag waren die Räumfahrzeuge, der Rettungsdienst, die Feuerwehren, die Abschleppdienste und die Polizei im Großeinsatz. Insbesondere die große Anzahl an Abschleppungen führte zu Verzögerungen, da die Abschleppunternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. In diesem Zusammenhang erinnert die Unterfränkische Polizei noch einmal an eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung. Sobald sich ein Stau bildet ist eine Rettungsgasse zu bilden. Nur so kommen Polizei, Rettungsdienste und weitere Hilfsdienste schnell zur Unfallstelle.

Erneut Scheibe an Handyladen eingeschlagen – Bereits zweiter Fall binnen einer Woche

EBELSBACH, LKR. HASSBERGE. Unbekannte haben am frühen Sonntagmorgen erneut die Scheibe eines Handyladens eingeschlagen. Wie bereits am vergangenen Dienstag löste daraufhin die Alarmanlage aus, woraufhin die Täter in unbekannte Richtung flüchteten. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Kripo Schweinfurt zu melden.

Wie bereits berichtet, hatten Unbekannte am vergangenen Dienstagmorgen, kurz vor 04.00 Uhr, die Scheibe am Haupteingang des Ladens in der Bahnhofstraße eingeschlagen. Die Täter waren wohl mit einem Fahrzeug geflüchtet und hatten einen Sachschaden in Höhe von einigen tausend Euro hinterlassen.

Möglicherweise handelt es sich um dieselben Täter, die fast zur gleichen Uhrzeit am Sonntagmorgen mit einem Werkzeug erneut die Scheibe einschlugen. Kurz nach 04.00 Uhr bemerkte ein Zeuge, dass die Alarmanlage des Geschäfts ausgelöst hatte. Er setzte den Notruf ab, von den Tätern fehlte jedoch bereits jede Spur.

Auch im aktuellen Fall hat die Schweinfurter Kripo die Ermittlungen übernommen. Nach wie vor setzt die Kriminalpolizei auch auf Hinweise aus der Bevölkerung:

  • Wer hat am Sonntagmorgen in der Bahnhofstraße etwas Verdächtiges beobachtet oder wahrgenommen, das mit der Tat im Zusammenhang stehen könnte?
  • Wer hat in diesem Bereich eventuell verdächtige Personen oder ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung der Fälle beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich mit der Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 in Verbindung zu setzen.

Höchste Gefahr auf Eisflächen! – Hundebesitzer bricht ein – größerer Rettungseinsatz

GRAFENRHEINFELD, LKR. SCHWEINFURT. Zu einem größeren Aufgebot an Rettungskräften kam es am Sonntagnachmittag am Main bei Grafenrheinfeld. Nachdem drei Hunde auf dem nicht mehr tragfähigen Eis eingebrochen waren, eilte eine Besitzerin hinterher und musste letztlich selbst gerettet werden. Insgesamt vier Personen kamen mit einer Unterkühlung in Krankenhäuser.

 

Rettungseinsatz
Foto: Polizei

Gegen 14.40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf ein, dass mehrere Hunde und eine Person auf dem Main ins Eis eingebrochen sind. Unverzüglich machten sich Streifen der Schweinfurter Polizei auf den Weg zum Einsatzort.

Dort stellte sich heraus, dass sich mehrere Hundehalter mit ihren Tieren am Main getroffen hatten. Drei kleinere Hunde liefen auf die nicht mehr tragfähige Eisfläche und brachen ein. Eine 22-jährige Halterin trotzte der akuten Gefahr und eilte ebenfalls aufs Eis. Auch sie brach ein und konnte durch das beherzte Einschreiten dreier weiteren Tierhalter aus dem etwa bauchtiefen Wasser gerettet werden.

Bei Eintreffen der Polizei waren bereits alle vier Personen aus dem Wasser. Übergangsweise brachten die Ordnungshüter die Unterkühlten im Streifenwagen bei maximaler Heizungsleistung unter. Im Anschluss wurden sie vom Rettungsdienst samt Notarzt vor Ort versorgt und schließlich in Krankenhäuser eingeliefert. Mit im Einsatz waren auch zahlreiche Kräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren u.a. aus Grafenrheinfeld und Bergrheinfeld.

Die Polizei schließt sich ausdrücklich sämtlichen bereits erfolgten Warnungen an: Eisflächen dürfen aufgrund des Tauwetters nicht mehr betreten werden! Es herrscht akute Lebensgefahr und das nicht nur für denjenigen selbst, sondern auch für Ersthelfer und Einsatzkräfte.

 

Audiodatei

PP Unterfranken