Exhibitionist auf Feldweg – Hinweise zum Täter gesucht
NIEDERWERRN, LKR. SCHWEINFURT. Am Mittwochabend ist ein Exhibitionist einer Spaziergängerin gegenübergetreten. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat inzwischen die weiteren Ermittlungen übernommen und der Sachbearbeiter nimmt bei der Aufklärung der Tat auch Zeugenhinweise entgegen.
Dem Sachstand nach war die 38-Jährige am Mittwochabend, gegen 21:30 Uhr, mit ihrem Hund im Bereich des Judenweges, zwischen den Ortschaften Oberwerrn und Niederwerrn, spazieren. Dort sei die Frau von einem dunklen Roller überholt worden. Kurze Zeit später stand plötzlich ein Unbekannter vollständig entkleidet vor ihr. Dabei soll der Mann noch an seinem Geschlechtsteil manipuliert haben.
Die Frau wich in entgegengesetzter Richtung aus und bemerkte, dass ihr der Täter zunächst langsam gefolgt ist, kurze Zeit später aber die Verfolgung eingestellt hat. Durch Beobachtung aus sicherer Entfernung des hinter ihr liegenden Geländeabschnittes konnte sie weder den Exhibitionisten noch den Roller ausmachen. Die Frau konnte jedoch sich entfernende Motorgeräusche wahrnehmen, weshalb sie davon ausgeht, dass es sich bei dem Fahrer auch um den Exhibitionisten handelt.
Die Zeugin beschrieb den Mann wie folgt:
- Etwa 50 Jahre alt
- Ungefähr 1,70m groß
- Kräftige Figur
- Möglicherweise mit dunklem Motorroller unterwegs
Wer am Mittwochabend zwischen Oberwerrn und Niederwerrn Beobachtungen zu dem Vorfall gemacht hat und sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.
Baumaschine betrügerisch erlangt und weiterverkauft – Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige erlassen
Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 21.07.2016
LKR. MILTENBERG. Zwei Männer im Alter von 29 und 43 Jahren stehen im dringenden Verdacht, sich eine hochwertige Baumaschine in betrügerischer Absicht angeeignet und anschließend gewinnbringend weiterverkauft zu haben. Dies ergaben umfangreiche Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Miltenberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt wurden. Gegen beide Tatverdächtigen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen.
Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte ein bislang Unbekannter bereits Mitte Mai bei einer Firma im Landkreis Miltenberg angefragt, ob er eine Baumaschine im Wert von etwa 30.000 Euro anmieten könne. Offenbar geschah dies jedoch in der Absicht, die hochwertige Maschine entgegen der Vereinbarung nicht wieder zurückzugeben. Die Firma willigte ein und lieferte die Ware zum vereinbarten Termin am 20. Mai 2016 an einen Campingplatz. Dort erfolgte die Übergabe an eine ebenfalls bislang noch unbekannte Person. Einen Tag später soll der 29-Jährige aus Hessen die Baumaschine mit zwei Helfern abtransportiert haben.
Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die offenbar betrügerisch erlangte Maschine Ende Mai deutlich unter Wert von dem 43-jährigen Tatverdächtigen in Hessen verkauft worden war. An dem Geschäft soll auch der 29-Jährige beteiligt gewesen sein, der die Maschine zuvor am Campingplatz abgeholt haben soll. Im weiteren Verlauf gelang es den Ermittlern, die Baumaschine in Baden-Württemberg zu lokalisieren. Dort wurde diese sichergestellt.
Nachdem sich die beiden Männer im Alter von 29 und 43 Jahren als Tatverdächtige herauskristallisiert hatten, erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Aschaffenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen das Duo wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen Betruges. Während der 43-Jährige derzeit noch unbekannten Aufenthalts ist, wurde sein mutmaßlicher Komplize am Mittwoch der vergangenen Woche im Rahmen einer Verkehrskontrolle festgenommen. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich der noch unbekannten Tatbeteiligten, werden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft vom Ermittlungsdienst der Polizeiinspektion Miltenberg geführt.
Motorradfahrer verursacht Unfall und flüchtet – kurze Zeit später kommt er von der Straße ab und verletzt sich schwer
SCHWEINFURT / OERLENBACH. Ein 33-jähriger Motorradfahrer hat dem Sachstand nach am Mittwochnachmittag einen Verkehrsunfall auf der B 303 in Schweinfurt verursacht. Statt zu warten, gab er jedoch Gas und flüchtete in Richtung Innenstadt. Kurze Zeit später kam der 33-Jährige mit seinem Motorrad von der Straße ab und kam schwerverletzt in ein Krankenhaus.
An der Kreuzung Niederwerrner Straße, Richard Wagner Straße beschleunigte ein 29-jähriger gegen 16:30 Uhr offenbar seinen Ford, um nach dem Halt an einer Ampel noch rechtzeitig vor einem anderen Pkw den Fahrstreifen nach rechts wechseln zu können. In diesem Moment hörte der Fahrer aus dem Landkreis Bad Kissingen plötzlich einen Knall von der linken Seite. Dort befand sich ein Motorradfahrer, der vermutlich nach einem kurzen Kontakt mit dem Ford ins Straucheln geraten war, doch statt anzuhalten, um den Unfallschaden zu regulieren, gab der 33-Jährige aus dem Landkreis Kitzingen auf seiner Aprilia Gas und fuhr davon. Der Fahrer des Fords konnte ihm noch bis zur Einmündung der B 286 folgen, dort fuhr der Aprilia-Fahrer jedoch bei Rot über die Ampel, sodass der 29-Jährige nicht mehr folgen konnte.
Noch während der Unfallaufnahme bei der Polizeiinspektion Schweinfurt, wurde der Polizei gegen 17:30 Uhr ein Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 43 in Bad Kissingen mitgeteilt. An der Unfallstelle traf die eingesetzte Streife der Polizei Bad Kissingen auf den flüchtigen Motorradfahrer aus Schweinfurt. Dieser hatte bei seiner Fahrt auf der Kreisstraße 43 von Rottershausen kommend, in Richtung Eltingshausen, in einer Linkskurve auf Grund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seine Aprilia verloren. Dadurch kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrfach und blieb ca. 80 Meter von der Fahrbahn entfernt liegen. Nach der medizinischen Erstversorgung brachte der Rettungsdienst den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. An dem Ford entstand ein Schaden in Höhe von ca. 500 Euro, an dem Motorrad in Höhe von ca. 10.000 Euro
Auf richterliche Anordnung führte zum Zwecke der Bestimmung der Blutalkoholkonzentration ein Arzt im Krankenhaus eine Blutentnahme durch. Noch im Krankenhaus stellten die Ordnungshüter den Führerschein des 33-Jährigen sicher. Die Ermittlungen zum Unfallhergang beider Unfälle führt die Polizeiinspektion Bad Kissingen gemeinsam mit der Schweinfurter Polizei.
52-Jähriger leistet Widerstand im Sitzungssaal – ein Polizeibeamter verletzt
ASCHAFFENBURG. Beim Betreten des Sitzungssaales am Landgericht Aschaffenburg leistete am Mittwochmittag ein 52-Jähriger erheblichen Widerstand gegen die ihn vorführenden Polizisten. Auf dem Weg von der Justizvollzugsanstalt zum Landgericht beleidigte er die Polizeibeamten bereits mehrfach.
Der 52-Jährige muss sich unter anderem wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung vor dem Landgericht verantworten. Da der Angeklagte bereits mehrfach wegen aggressiven Verhaltens aufgefallen war, wurde er von vier Polizeibeamten gefesselt zur Hauptverhandlung gebracht. Beim Betreten des Sitzungssaales stieß er plötzlich und unvermittelt zweimal mit seinem Kopf in Richtung der Ordnungshüter. Dabei verletzte er einen Beamten so schwer, dass er nicht mehr dienstfähig war und in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. Der zweite Kopfstoß verfehlte einen anderen Beamten nur knapp. Bereits während der gesamten Fahrtstrecke von der Justizvollzugsanstalt zum Justizgebäude äußerte der 52-Jährige verschiedenste Beleidigungen.
Der vorsitzende Richter ordnete für die weiteren Verhandlungstage größtmögliche Sicherheitsvorkehrungen an. Der Angeklagte, gegen den nun unter anderem auch ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet wird, wurde nach dem Verhandlungstag wieder in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Professionelle Telefonbetrüger am Werk – Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus – Zwei Geldabholer festgenommen
Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 21.07.2016
ASCHAFFENBURG. Im Laufe des vergangenen Wochenendes waren im Stadtgebiet Aschaffenburg erneut professionelle Betrüger am Werk, die sich am Telefon als Polizeibeamte ausgaben. In einem Fall erbeuteten die Täter einen hohen Geldbetrag. In einem weiteren reagierte der Angerufene richtig, woraufhin die notwendigen Maßnahmen ergriffen und zwei Tatverdächtige festgenommen werden konnten.
Am Freitagnachmittag erhielt eine Rentnerin im Kästerweg einen Anruf von einem unbekannten Mann. Er gab sich als Polizeibeamter aus und gaukelte vor, dass eine Einbrecherbande festgenommen worden sei. Auf einer sichergestellten Liste mit potentiellen Opfern sei auch die Adresse der Seniorin aufgeführt. Aus diesem Grund sei es nun dringend notwendig, ihre Bargeldbestände zu überprüfen. Nach weiteren Anrufen, insbesondere auch von einem angeblichen Staatsanwalt, ließ sich die Rentnerin davon überzeugen, bei ihrer Bank mehrere tausend Euro abzuheben. Sie übergab das Geld am Abend einem ausländisch aussehenden Mann, der es an sich nahm und in unbekannte Richtung verschwand.
In diesem Zusammenhang nimmt die Kripo Aschaffenburg auch Zeugenhinweise entgegen. Wer möglicherweise nähere Angaben zu dem Geldabholer machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.
In einem weiteren Fall am vergangenen Sonntag ließ sich ein 78-Jähriger im Stadtteil Schweinheim glücklicherweise nicht täuschen. Er reagierte nach dem ersten Anruf absolut richtig und wendete sich sofort an Bekannte in der Nachbarschaft. Zufällig befindet sich darunter auch ein Polizeibeamter, der sofort die notwendigen Maßnahmen in die Wege leiten konnte, um die Täter dingfest zu machen. Als die beiden mutmaßlichen Geldabholer am Dienstag an der Wohnung des Rentners auftauchten, wurden sie von Kripobeamten vorläufig festgenommen. Es handelt sich bei den Tatverdächtigen um einen 23-Jährigen aus Hannover und einen vier Jahre älteren Mann, der ohne festen Wohnsitz ist. Beide wurden zur Durchführung polizeilicher Maßnahmen zur Dienststelle gebracht und mussten die Nacht zum Mittwoch in einem Haftraum verbringen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurden die beiden Tatverdächtigen am Mittwoch der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Diese erließ gegen die Männer Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Verdachts des gemeinschaftlichen Betruges. Während der 27-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde, wurde der Haftbefehl gegen seinen mutmaßlichen Komplizen unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.
Insgesamt waren im Laufe des vergangenen Wochenendes noch vier weitere Fälle bekannt geworden, bei denen die Täter jedoch erfolglos geblieben waren. In allen Fällen werden die Ermittlungen von der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Geprüft wird dabei auch, ob die beiden Festgenommenen insbesondere auch für die Tat am Freitag im Kästerweg in Frage kommen.
LASSEN SIE SICH NICHT TÄUSCHEN!
Es ist nicht auszuschließen, dass Betrüger auch weiterhin versuchen werden, mit dieser Masche Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Offenbar handelt es sich um professionelle und gut organsierte Täter, die vom Ausland aus agieren. Zum Teil erscheinen auf den Telefonen der Angerufenen die korrekten Telefonnummern der Behörden, wodurch die Geschädigten leicht hinters Licht geführt werden können. Meist bleibt es auch nicht bei nur einem Anruf. Es erfolgen immer wieder telefonische Nachfragen, wohl um die potentiellen Opfer unter Druck zu setzen bzw. zeitlich zu binden. Dabei wollen die Täter sicherstellen, dass die Polizei nicht eingeschaltet wird. Sobald dieser Verdacht besteht, wird der Kontakt unverzüglich abgebrochen.
Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt ausdrücklich vor der Betrugsmasche und rät:
- Bewahren Sie bei derartigen Anrufen Ruhe und lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen.
- Die Staatsanwaltschaft oder die Polizei fordert ohne schriftliche Bescheide niemanden auf, Geld zu überweisen
- Geben Sie am Telefon niemals Informationen über Ihre finanzielle Situation preis.
- Tätigen Sie keine Überweisungen an Unbekannte und übergeben Sie niemals Bargeld an fremde Personen.
- Falls Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, verständigen Sie sofort die Polizei über Notruf 110.
Audiodatei
Aufbruchsspuren an Kellertür – Wer hat Verdächtiges beobachtet?
KLINGENBERG AM MAIN, OT RÖLLFELD, LKR. MILTENBERG. Von Dienstag auf Mittwoch hat ein Unbekannter offenbar versucht, die Kellertür eines Wohnhauses aufzubrechen. Diese hielt jedoch stand und der Täter gelangte nicht ins Gebäude. Er entkam unerkannt. Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt.
Dem Sachstand nach muss sich der Einbruchsversuch in das Einfamilienhaus in der Frühlingstraße im Zeitraum zwischen Dienstagabend, 19.00 Uhr, und Mittwochnachmittag, 13.00 Uhr, ereignet haben. Nach dem erfolglosen Versuch, die Kellertür gewaltsam zu öffnen, flüchtete der Täter in unbekannte Richtung. Er hinterließ einen Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf etwa 300 Euro belaufen dürfte.
Wer von Dienstag auf Mittwoch in der Frühlingstraße eine verdächtige Person oder ein verdächtiges Fahrzeug festgestellt hat, wird gebeten, sich mit der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 in Verbindung zu setzen.
PP Unterfranken