Polizeibeamtin mit Kurzschwert angegriffen – Tatverdächtiger wegen versuchten Totschlags in U-Haft

saschasfotografien / Pixabay Polizei

Polizeibeamtin mit Kurzschwert angegriffen – Tatverdächtiger wegen versuchten Totschlags in U-Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 11.05.2016

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LKR. ASCHAFFENBURG. Wegen des Verdachts des versuchten Totschlags befindet sich seit Mittwochnachmittag ein Landkreisbewohner in Untersuchungshaft. Mit einem Kurzschwert soll der Mann eine Stichbewegung in Richtung einer Polizeibeamtin durchgeführt haben. Sie konnte jedoch ausweichen und blieb unverletzt.

 

Während eines Einsatzes im Zusammenhang mit einer Ruhestörung hat sich der Vorfall am späten Dienstagabend ereignet. Nach mehreren Mitteilungen hatte sich eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Aschaffenburg auf den Weg zu dem betroffenen Mehrfamilienhaus gemacht. Nachdem die Beamten im Treppenhaus laute Schreie gehört hatten, machten sie sich auf den Weg in Richtung zweites Obergeschoss, wo sie auf den späteren Beschuldigten trafen.

Mit einem Kurzschwert, mit einer Klingenlänge von knapp 40 Zentimetern, ging der 54-Jährige im Treppenhaus schreiend auf die Beamten los. Durch das Treppengeländer hindurch soll es anschließend zu dem Stich in Richtung der Polizeibeamtin gekommen sein. Sie konnte jedoch gerade noch zurückweichen, um nicht von der Klinge getroffen zu werden. Mit gezogenen Dienstwaffen forderten die Ordnungshüter den Angreifer auf, das Schwert beiseite zu legen. Dem kam er jedoch nicht nach und kehrte stattdessen nach einigen Minuten in seine Wohnung zurück.

Nach mehrmaligen Aufforderungen, mit erhobenen Händen nach draußen zu kommen, trat der Mann unbewaffnet vor seine Türe und ließ sich dort widerstandslos festnehmen. Um zu klären, inwieweit bei dem Beschuldigten Alkohol im Spiel war, musste er nach dem Transport zur Dienststelle eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Die folgende Nacht verbrachte er in einer Arrestzelle.

Inzwischen hat die Kriminalpolizei Aschaffenburg die weiteren Ermittlungen übernommen, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige am Mittwochnachmittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt. Diese erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags. Anschließend erfolgte die Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt.

 

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PP Unterfranken