Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 13.10.2015

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Motorradfahrer prallt in Gegenverkehr – 54-Jähriger per Rettungshubschrauber in Klinik

BREITBRUNN, LKR. HASSBERGE. Am Dienstagnachmittag kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall zwischen einem Motorradfahrer und einem Pkw. Der lebensgefährlich verletzte 54-Jährige Biker wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Eine Sachverständige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bamberg mit in die Unfallermittlungen eingeschaltet.
Gegen 14:15 Uhr war der 54-Jährige mit seiner 1200er BMW auf der Staatsstraße 2274 von Breitbrunn kommend in Fahrtrichtung Ebelsbach unterwegs. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam er im Verlauf einer Rechtskurve aus bislang unklarer Ursache nach der Finkenmühle auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte der Biker frontal in einen entgegenkommenden VW Touran, der von einem 59-Jährigen aus Bamberg gesteuert wurde.

Nach dem Zusammenstoß stürzte der 54-Jährige, der aus dem Landkreis Haßberge stammt, von seiner Maschine und kam schwerverletzt zum Liegen. Nach einer notärztlichen Erstversorgung brachte ein Rettungshubschrauber den Zweiradfahrer in ein Krankenhaus. Eine Lebensgefahr ist nach Einschätzung der Rettungskräfte nicht auszuschließen. Der VW-Fahrer und vier weitere Insassen aus diesem Fahrzeug kamen mit dem Schrecken davon. Der Sachschaden an der BMW wird auf 8.000 Euro, der am VW auf 10.000 Euro geschätzt.

Die Staatsstraße war nach dem Unfall komplett gesperrt. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Breitbrunn unterstützten bei der Verkehrsumleitung. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Ebern. Hierzu wurde auch eine Sachverständige mit eingeschaltet.

 

Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw auf B286 – Drei Personen verletzt

SULZHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Ein missglücktes Wendemanöver über einen Parkplatz führte am Dienstagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 286. Drei Fahrzeuginsassen mussten mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Um die Unfallaufnahme kümmerten sich Beamte der Polizeiinspektion Gerolzhofen.
Gegen 14:30 Uhr war ein 90-Jähriger am Steuer eines VW Golf auf der Bundesstraße 286 aus Richtung Schweinfurt kommend in Fahrtrichtung Gerolzhofen unterwegs. Kurz vor Alitzheim fuhr er nach rechts in einen Parkplatz ein. Nach ersten Erkenntnissen wollte er an der Ausfahrt des Parkplatzes wenden und nach links in Richtung Schweinfurt weiterfahren. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem 41-jährigen Opelfahrer, der ebenfalls in Fahrtrichtung Gerolzhofen unterwegs war. Beide Fahrzeuge schleuderten über die Gegenfahrbahn in den Straßengraben und kamen dort schwer beschädigt zum Stehen.

Die beiden Pkw-Führer und eine 78-jährige Frau, die auf dem Beifahrersitz des VW saß, erlitten durch den Unfall Verletzungen. Nach einer Erstversorgung kamen sie in ansprechbarem Zustand in das Krankenhaus Gerolzhofen. Die Insassen aus dem VW stammen aus der Stadt Coburg. Der Astra-Fahrer ist im Landkreis Schweinfurt wohnhaft.

Während der Unfallaufnahme und den sich anschließenden Aufräumarbeiten konnte der Verkehr vorbeigeleitet werden. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen.

 

Verdacht der sexuellen Nötigung – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg

KITZINGEN. Seit Dienstagmittag sitzen ein 52-Jähriger und ein 38-Jähriger wegen des dringenden Tatverdachts der mehrfachen sexuellen Nötigung in Untersuchungshaft. Den beiden Männern wird jeweils vorgeworfen seit Anfang Oktober an derselben weiblichen Geschädigten unabhängig voneinander mehrfach sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben.
Den Ermittlungen der Würzburger Kripo zufolge, die in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt werden, erstreckt sich der Tatzeitraum von 01.10.2015 bis 10.10.2015. Dem Sachstand nach sollen die beiden Tatverdächtigen in diesem Zeitraum das Opfer jeweils mehrfach sexuell genötigt haben.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Tatverdachts am Montagvormittag haben Beamte der Kripo Würzburg intensive Ermittlungen aufgenommen. So wurde die Geschädigte, die aus dem Raum Kitzingen stammt, unter anderem vernommen und fachärztlich untersucht. Nachdem sich der Tatverdacht weiter erhärtet hatte, wurden die beiden dringend Tatverdächtigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am frühen Montagabend in ihrer Wohnunterkunft vorläufig festgenommen.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden beide am Dienstagmittag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehle jeweils wegen des Verdachts der mehrfachen sexuellen Nötigung. Die Beamten brachten die Männer in Justizvollzugsanstalten.

 

Polizeistreife entdeckt Zimmerbrand – 55-Jähriger leicht verletzt

SCHWEINFURT. Beamte der Polizeiinspektion Schweinfurt sind während ihrer Streifenfahrt auf einen Zimmerbrand aufmerksam geworden. Nach Verständigung der Feuerwehr holten sie sofort alle Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus. Der 55-Jährige in den betroffenen vier Wänden hatte zwar versucht das Feuer zu löschen, trotzdem musste die Feuerwehr noch Glutnester eindämmen. Der Mann kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Gegen 10:30 Uhr waren den Polizisten beim Vorbeifahren starke Rauschschwaden aufgefallen, die aus einem Fenster im dritten Stock des Anwesens in der Oskar-von-Miller-Straße drangen. Sofort alarmierten sie die Feuerwehr und klingelten an sämtlichen Wohnungen, um die Bewohner aus dem Haus zu holen. In der betroffenen Wohnung fanden sie dann den 55-Jährigen, der sich beim Löschen leichte Verbrennungen zugezogen hatte. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Die Schweinfurter Feuerwehr unterstützte mit 10 Mann und hatte die entstandenen Glutnester rasch abgelöscht. Nach bislang vorliegenden Erkenntnissen ist das Feuer im Bereich der Küche ausgebrochen. Offensichtlich hatte sich heißes Fett auf dem Herd entzündet. Anschließend konnten die sichtlich erleichterten Bewohner in ihre Räumlichkeiten zurückkehren.

 

Bei Einbruch in Einfamilienhaus Schmuck und Bargeld entwendet

GOLDBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus hat ein Unbekannter am Montag Beute im unteren vierstelligen Bereich gemacht und auch Sachschaden angerichtet. Die Ermittlungen führt die Kripo Aschaffenburg und nimmt Zeugenhinweise entgegen.
In der Zeit von 15:15 Uhr bis 19:40 Uhr hatte der Täter die Abwesenheit der Bewohner genutzt und ein rückwärtiges Fenster des Hauses in der Winzerstraße aufgehebelt. Anschließend durchsuchte er nahezu alle Wohn- und Schlafräume und machte sich mit Schmuck und Bargeld im unteren vierstelligen Eurobereich auf und davon. Der Sachschaden wird auf ca. 2.000 Euro beziffert.
Wer Verdächtiges beobachtet hat oder sonst Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles von Bedeutung sein könnten, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Wohnungseinbruch – Täter stiehlt Rasierapparat und Kleidung

SCHWEINFURT. Ein Unbekannter hat bei einem Wohnungseinbruch in der zweiten Oktoberwoche einen Rasierapparat und Kleidungsstücke entwendet. Der Sachbearbeiter der Kripo Scheinfurt hofft jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Im Zeitraum von Montag, 5. Oktober, 18:00 Uhr, bis Montag, 12. Oktober, 21:00 Uhr, war der Täter gewaltsam in die Dachgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses in der Sattlerstraße eingedrungen. Bei seiner Suche fielen ihm ein Rasierapparat sowie mehrere hochwertige Kleidungsstücke in die Hände. Der Beuteschaden wird auf ca. 2.000 Euro geschätzt. Der Sachschaden wird etwa 200 Euro betragen.
Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder sonst Hinweise geben können, die zur Aufklärung des Falles von Bedeutung sein könnten, werden gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.

 

Einbruch in Wohnhaus – Tatverdächtiger von Polizei festgenommen

ROTTENDORF, LKR. WÜRZBURG. Ein Hauseigentümer hat am Montagvormittag einen mutmaßlichen Einbrecher auf frischer Tat ertappt. Der 25-Jährige flüchtete zwar, wurde aber wenig später von Beamten der Polizeiinspektion Würzburg-Land festgenommen. Auf ihn kommt jetzt ein Strafverfahren wegen Einbruchsdiebstahls zu.
Gegen 10:15 Uhr war der Bewohner des Anwesens in der Straße „Hofschwärz“ nach Hause gekommen und beobachtete, wie der junge Mann seine Beine in die Hand nahm und aus dem Haus rannte. Einen Tresor, den er zuvor von einer Wand gerissen hatte, ließ der Flüchtende im Windfang zurück. Offensichtlich hatte er nicht mit einer Rückkehr des Bewohners gerechnet.

Nur wenig später nahmen Polizisten einen 25-jährigen Tatverdächtigen in seiner Wohnung fest. Er hat mittlerweile ein Geständnis abgelegt. Der Mann hatte die Eingangstüre aufgehebelt und sich anschließend am Tresor zu schaffen gemacht. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro. Die Ermittlungen führt in diesem Fall die Polizeiinspektion Würzburg-Land.

 

Einbruch in Einfamilienhaus – Täter stiehlt geringe Menge Bargeld

ARNSTEIN OT HALSHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Ein Unbekannter ist am Montagabend in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Mit einem zweistelligen Bargeldbetrag flüchtete er unerkannt. Hinweise nimmt die Würzburger Kripo entgegen.
Zwischen 17:15 Uhr und 21:00 Uhr hatte der Täter das Küchenfenster des Anwesens in der Rosenstraße eingeschlagen und war so ins Gebäudeinnere gelangt. Anschließend durchwühlte er sämtliche Schubladen in den einzelnen Räumen. Dabei fiel ihm ein zweistelliger Bargeldbetrag in die Hände. Mit seiner Beute machte er sich dann wieder aus dem Staub. Der Sachschaden wird auf rund 300 Euro geschätzt.
Zeugen, die im relevanten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

 

Versammlungsteilnehmer demonstrierten lautstark aber friedlich

WÜRZBURG. Bei den insgesamt drei angemeldeten Versammlungen, die am Montag zwischen 17:00 Uhr und 19.45 Uhr in der Würzburger Innenstadt stattfanden, demonstrierten die Versammlungsteilnehmer zwar lautstark, aber es kam zu keinen nennenswerten Sicherheitsstörungen. Die Polizei sorgte mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften dafür, dass alle Teilnehmer ihr in der Verfassung verankertes Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen konnten.
Kurz nach 17:00 Uhr startete der Aufzug „Würzburg lebt Respekt – kein Platz für Rassismus“, an dem etwa 600-800 Personen teilnahmen am Würzburger Hauptbahnhof. Der Weg führte die Demo-Teilnehmer über die Kaiserstraße, Juliuspromenade und Schönbornstraße schließlich zum Oberen Markt, wo ab 17.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand, der noch etwa 300 Menschen beiwohnten. Gegen 17:45 Uhr wurde diese Versammlung zwar offiziell beendet, ein Großteil der Menschen machte sich jedoch im Anschluss auf den Weg, um an der Aufzugsstrecke der von der PEGIDA-Bewegung angemeldeten Demonstration in der Hofstraße weiter zu protestieren.

Gegen 18.00 Uhr versuchten etwa 200 Gegendemonstranten an der Einmündung Balthasar-Neumann-Promenade zur Hofstraße den eintreffenden Versammlungsteilnehmern der PEGIDA-Bewegung den Zutritt zu verwehren. Deshalb mussten Einsatzkräfte der Polizei unter Zuhilfenahme von Unmittelbarem Zwang in Form von Schieben und Drücken den Demonstranten den Durchgang zur Aufzugsstrecke ermöglichen.

Ab 18.30 Uhr versammelten sich in einem mit Sperrgittern gesicherten Bereich in der Hofstraße etwa 100 Menschen unter dem Motto „Grundgesetz verteidigen! Gesetzesbrüchen der Regierung entgegenwirken“. Wegen der zunächst nicht ausreichenden Anzahl von Ordnern begann die Versammlung um 18.45 Uhr zunächst als stationäre Versammlung in der Hofstraße Höhe Maxstraße. Gegen 19.00 Uhr setzte sich der Aufzug dann in Richtung Dom in Bewegung und bog schließlich von lautstarkem Protest der Gegendemonstranten in die Domerpfarrgasse ein, wo von 19.15 Uhr bis 19.30 Uhr die Abschlusskundgebung am Ingolstädter Hof stattfand.

Währenddessen kam es zwar auf beiden Seiten zu lautstarken Sprechchören, es blieb aber auch deshalb friedlich, weil die Polizei die Kontrahenten mit Sperrgittern und Einsatzkräften voneinander fernhielt.

Nach dem Ende der Versammlung zogen die Teilnehmer wieder zurück zur Hofstraße, wo es bei Abwanderung der PEGIDA-Anhänger im Bereich Hofstraße / Balthasar-Neumann-Promenade vereinzelt zu Konfrontationen zwischen vorherigen Versammlungsteilnehmern und Gegendemonstranten kam. Durch den Einsatz starker Polizeikräfte konnte jedoch ein Aufeinandertreffen beider Parteien verhindert werden. Hierzu mussten die Einsatzkräfte Unmittelbaren Zwang in Form von einfacher körperlicher Gewalt durch Schieben und Drücken anwenden. Dabei wurde auch der Einsatzmehrzweckstock als Abdränghilfe benutzt.

Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen wurde bei drei Versammlungsteilnehmern die Identität festgestellt. Dabei ahndeten die Ordnungshüter zwei Verstöße gegen das Vermummungsverbot und gegen eine Person wurde Anzeigen wegen einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz erstattet, weil der Mann eine geringe Menge an Cannabis bei sich hatte.

Nach Versammlungsende kam es durch die Abfahrt zahlreicher Demo-Teilnehmer im Bereich der Balthasar-Neumann-Promenade zu Verkehrsbehinderungen. Die Würzburger Polizei regelte den Verkehr und gegen 20.30 Uhr waren auch die Verkehrssperren entlang der Aufzugswege wieder aufgehoben.

Parallel zum Versammlungsgeschehen fand in der Zeit von 19.00 – 21.00 Uhr eine stationäre Versammlung der Friedenswache Würzburg am Vierröhrenbrunnen statt, an der etwa fünf Personen teilnahmen.

 

 

Unfallfrei durch Herbst und Winter – Tipps Ihrer Unterfränkischen Polizei

UNTERFRANKEN. Der Herbst zeigt sich momentan noch von seiner angenehmen Seite. Auf alle Verkehrsteilnehmer kommen jedoch möglicherweise schneller als man denkt, die Herausforderungen von Herbst und Winter zu. Regen, Nebel und schlechte Sicht werden es erforderlich machen, sich auf die veränderten Straßen- und Verkehrsverhältnisse einzustellen. Autofahrer sollten ihr Fahrzeug daher jetzt fit für den Winter machen. Dazu hat Ihre Unterfränkische Polizei auch in diesem Jahr nützliche Tipps parat, damit Sie sicher in die Wintersaison starten können.

 

Vorsicht Wildwechsel

 

Insbesondere auf Landstraßen mit waldreichen Streckenabschnitten oder auf Straßen, die an Wäldern vorbeiführen, besteht die Gefahr, dass Wildtiere die Fahrbahn überqueren. Daher sollte dort immer mit erhöhter Aufmerksamkeit gefahren werden. Dies gilt ganz besonders für Strecken, die mit dem Verkehrszeichen „Wildwechsel“ gekennzeichnet sind.

 

Fuß vom Gas – längerer Bremsweg

 

Autofahrer sollten auch ihre Fahrweise den veränderten Witterungsumständen anpassen. Durch die Wetterverhältnisse verschlechtern sich oft auch die Fahrbahnbedingungen. So kann sich der Bremsweg auf nasser Straße fast verdoppeln und auch die Haftung der Reifen nimmt ab. Dieser Effekt wird durch herabgefallene Blätter oftmals noch verstärkt. Passen Sie daher ihre Geschwindigkeit den äußeren Faktoren wie Witterung und Straßenzustand an und planen Sie lieber etwas mehr Zeit für ihre Fahrten ein.

 

Mit „Profil“ sicher ans Ziel

 

Die Polizei rät dazu, rechtzeitig Winterreifen mit ausreichendem Profil aufzuziehen und damit nicht bis zum ersten Schneefall zu warten (Grundregel: Von O bis O (Oktober bis Ostern). Bereits bei niedrigen Plus-Graden reduziert sich bei Sommerreifen die Haftung auf der Straße.

Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Kraftfahrzeuge zudem nur noch am Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie mit M+S Reifen oder „Ganzjahresreifen“ ausgerüstet sind. Solche Reifen sind mit einem Schneeflockensymbol oder mit einem Berg und einer Schneeflocke gekennzeichnet. Bei Zuwiderhandlung drohen ein Bußgeld ab 40 Euro sowie ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter. Fachleute raten jedoch zu einer Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern, denn nur so haben die Lamellen noch die richtige Griffigkeit und Bodenhaftung.

 

Sicherheit mit Durchblick

 

Autofahrer sollten Scheinwerfer auf ihre einwandfreie Funktionsfähigkeit überprüfen. Denn gerade in der „dunklen“ Jahreszeit ist es wichtig, frühzeitig Verkehrshindernisse zu erkennen. Um aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden sind intakte Scheinwerfer notwendig. Durch korrekt eingestellte Scheinwerfer reduziert sich zudem die Gefahr, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Sorgen Sie auch dafür, dass sich ausreichend Frostschutzmittel im Flüssigkeitsbehälter der Scheibenwaschanlage befindet und kontrollieren Sie den Zustand der Wischerblätter. Im Übrigen müssen zugefrorene Scheiben vor Fahrtantritt rundum von Eis und Schnee befreit werden.

 

Licht an – auch tagsüber

 

Fahren sie bei schlechter Sicht, etwa bei Nebel, Regen oder Schneefall, auch am Tag mit Abblendlicht. Nebelscheinwerfer dürfen nur bei erheblichen Sichtbehinderungen eingeschaltet werden. Die Nebelschlussleuchte darf man gar erst bei Sichtbehinderungen durch Nebel und einer Sichtweite von weniger als 50 Metern aktivieren.

 

Winterurlaub mit dem Auto – gut ausgerüstet besser ans Ziel

 

Wer im Winter längere Strecken zu fahren hat, sollte einige Dinge einpacken um auf Wetterkapriolen und längere Staus gut vorbereitet zu sein. Neben den für den Skiurlaub obligatorischen Schneeketten sollten hier vor allem warmen Decken sowie ausreichend Essen und Trinken mitgeführt werden, damit es im Stau nicht zu ungemütlich wird. Aus dem gleichen Grund sollte das Fahrzeug immer rechtzeitig getankt werden.

 

Radfahrer und Fußgänger – helle, reflektierende Kleidung empfohlen

 

Gerade Fußgänger werden in der Dunkelheit schwer erkannt. Vorausschauendes und aufmerksames Fahren ist hier höchstes Gebot. Rechnen Sie als Autofahrer mit dunkel gekleideten Fußgängern oder Fahrradfahrern. Diesen wird dringend das Tragen von heller und am besten reflektierender Kleidung empfohlen.

Wie in jedem Jahr werden die unterfränkischen Polizeibeamten natürlich auch in den nächsten Monaten bei ihren Kontrollen wieder ein besonderes Augenmerk auf die Wintertauglichkeit der Fahrzeuge legen. Die Ordnungshüter wollen damit ihren Beitrag zur Sicherheit auf Unterfrankens Straßen leisten, um allen Verkehrsteilnehmern auch in der dunkleren Jahreszeit eine unfallfreie und sichere Teilnahme am Straßenverkehr zu ermöglichen.

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