Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 24.03.2016

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Gleitschirmflieger abgestürzt – 64-Jähriger von Feuerwehr unverletzt aus Baumkrone gerettet

BÜRGSTADT, LKR. MILTENBERG. Glück im Unglück hatte ein 64-Jähriger, der am Donnerstagnachmittag mit seinem Gleitschirm abgestürzt war. Der Mann landete in einer Baumkrone und hing etwa 25 Meter über dem Boden fest. Die Feuerwehr befreite den Mann und brachte ihn wohlbehalten zurück auf die Erde.

 

Der Paraglider war gemeinsam mit Freunden gegen 15.00 Uhr von einem Startpunkt für Gleitschirmflieger am Wannenberg aus gestartet. Wenig später erfasste nach derzeitigem Ermittlungsstand eine Windböe den Gleitschirm, so dass dieser teilweise einklappte. Der Mann trudelte abwärts und landete er in einer Baumkrone, wo sich der Gleitschirm im Geäst verfing.

Die Begleiter des Mannes hatten von der Luft aus den Absturz beobachtet und einen Notruf abgesetzt. Anschließend dirigierten sie die Polizeistreife am Boden zum Unglücksort. Die örtliche Feuerwehr rückte samt Rettungsdienst mit zahlreichen Einsatzkräften an und befreite den Mann mit einer Drehleiter aus seiner misslichen Lage. Dieser hatte sich auf einen stabilen Ast retten können und sich glücklicherweise keine Verletzungen zugezogen. Auch der Schirm des Bruchpiloten konnte unversehrt geborgen werden.

Die Beamten der Miltenberger Polizei hatten anschließend festgestellt, dass der Mann den erforderlichen Flugschein für den Hängegleitschirm besitzt und der Schirm ein ordnungsgemäßes Prüfsigel hatte. Alle Einsatzkräfte waren froh, dass der Absturz des Mannes ein so glückliches Ende genommen hatte.

Start in die Motorradsaison – Tipps für Biker – „Es liegt an dir!“

UNTERFRANKEN. Die Zeit der Biker rückt wieder näher, die Temperaturen steigen und der Frühling steht ins Haus. Viele Motorradbegeisterte freuen sich bereits, ihre Maschinen wieder startklar zu machen und bei schönem Wetter durch die Lande zu fahren. Dabei liegt es an allen Verkehrsteilnehmern, gegenseitig Rücksicht zu nehmen, aber auch an jedem selbst, das bestmöglichste an Sicherheit herauszuholen, damit man auch wieder heil nach Hause kommt.

Der Rückblick auf die Statistik des vergangenen Jahres hat gezeigt, dass von insgesamt 12 tödlichen Motorradunfällen, in acht Fällen der Biker selbst der Unfallverursacher war. In sieben Fällen war der Motorradfahrer dabei alleinbeteiligt zu Fall gekommen und verstorben. Nicht selten spielen bei Unfällen zu wenig Routine oder ungenügende Fahrpraxis eine Rolle. Deshalb rät das Polizeipräsidium Unterfranken, das eigene Können nicht zu überschätzen und an Fahrsicherheitstrainings teilzunehmen.

Hierzu werden von der Verkehrswacht in Kooperation mit Fahrlehrern und der Polizei an folgenden Terminen zwei Fahrsicherheitstrainings angeboten:

Samstag, 16.04.2015, von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Betriebsgelände der Firma Knauf,
Alte Reichstraße, 97346 Iphofen und am

Samstag, 23.04.2015, von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Bereitschaftspolizeiabteilung Würzburg,
Sedanstr. 52, 97082 Würzburg.

Im Jahr 2015 ereigneten sich insgesamt 620 Motorradunfälle, das sind neun mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 535 Personen verletzt, 2014 waren es 547. Mit der Präventionskampagne „Es liegt an dir!“ hofft die Unterfränkische Polizei die Motorradfahrer zu erreichen und appelliert verstärkt an die Eigenverantwortung der Biker.

Die Überprüfung der Maschine zum Saisonstart ist genauso unerlässlich wie gute auffällige Kleidung und Reflektoren.

Dreh- und Angelpunkt wird aber hauptsächlich die Geschwindigkeit sein. Wer sich hier überschätzt, kann oft einen Sturz nicht mehr verhindern. Gerade auf noch unbekannten Strecken und in Kurven sollte man nur so schnell fahren, dass man sein Gefährt jederzeit unter Kontrolle hat oder auch bei unvorhergesehenen Situationen noch reagieren kann.

Die Botschaften der Unterfränkischen Polizei „Es liegt an dir…“ sind auch unter folgendem Link im Internet zu finden:

Präventionskampagne für Motorradfahrer “Es liegt an Dir…”

Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht sich, dass alle Bikerinnen und Biker diese Botschaften beherzigen und die diesjährige Motorradsaison genießen können.

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Professionelle Telefonbetrüger am Werk – Rentner überweist Erspartes ins Ausland

LANDKREIS SCHWEINFURT. Am Dienstag haben dreiste Telefonbetrüger mehrere tausend Euro erbeutet. Mit mehreren Telefonaten überredeten falsche Staatsanwälte und Polizeibeamte einen Rentner dazu, Bargeld in die Türkei zu transferieren. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiter vor der perfiden Masche.

 

Ein Rentner aus dem Schweinfurter Landkreis erhielt am Dienstag einen Anruf. Ein angeblicher Staatsanwalt aus Berlin-Brandenburg stellte sich vor und warf dem Senioren vor, dass er Gebühren für ein Lotteriespiel nicht bezahlt habe. Er solle jetzt im Sinne einer außergerichtlichen Einigung 3.650 Euro per Western Union in die Türkei überweisen. Sollte er der Forderung nicht nachkommen, würden Strafzahlungen von über 8.000 Euro auf den Rentner zukommen.

Dem nicht genug, klingelte kurze Zeit später erneut das Telefon und ein angeblicher Polizeibeamter der Schweinfurter Inspektion stellte sich vor. Der falsche Ordnungshüter bestätigte dann das Ansinnen des Staatsanwalts.

Der Angerufene war dermaßen eingeschüchtert, dass er sein gesamtes Erspartes zusammentrug und letztlich die geforderten 3.650 Euro in die Türkei überwies. Erst nach Einschaltung der Polizeiinspektion Schweinfurt konnte dem Mann erklärt werden, dass er Betrügern aufgesessen war. Das Geld hatten sich Unbekannte bereits in der Türkei auszahlen lassen.

 

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor solchen Maschen und rät:

  • Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen.
  • Sollten Sie derart verdächtige Anrufe erhalten, so lassen sie sich den Namen und die Rückrufnummer geben. Überprüfen sie die Nummer und rufen sie selbst zurück.
  • Die Polizei oder Staatsanwaltschaft fordert ohne schriftliche Bescheide niemanden auf, Geld zu überweisen.
  • Tätigen Sie keine Geldgeschäfte oder Überweisungen nach einem Telefonanruf von Unbekannten.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie die Polizei.

Reiterin bei Sturz schwer verletzt – Rettungshubschrauber im Einsatz

EUERDORF, LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwochabend ist es zu einem schweren Reitunfall gekommen. Eine 23-Jährige erlitt Kopfverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Polizeiinspektion Hammelburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang einen Hundehalter.

 

Gegen 17:00 Uhr war die 23-Jährige Reiterin auf ihrem Wallach auf dem Verbindungsweg zwischen Euerdorf und Aura a. d. Saale unterwegs. Vermutlich durch Hundegebell hat sich das Pferd erschreckt und scheute. Der Reiterin gelang es nicht, das Pferd zu parieren und sie stürzte zu Boden. Anschließend wurde sie noch vom Huf des Pferdes am Kopf getroffen. Obwohl die junge Frau einen Helm trug, erlitt sie bei dem Unfall schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

 

Zeugen gaben gegenüber den Polizeibeamten an, dass eine direkte Einwirkung des Hundes nicht gegeben war, und dass der Hundehalter aus Richtung des Hundeplatzes gekommen sein soll. Die Polizei bittet nun den Halter des Hundes, sich bei der Polizei in Hammelburg unter Tel. 09732/906-0 zu melden.

 

Einbruch in Gewerbeobjekt – Zwei Fahrzeuge gestohlen – Kripo hofft auf Hinweise

ASCHAFFENBURG. Zwischen Dienstagabend und dem frühen Mittwochmorgen sind Unbekannte in ein Betriebsgebäude am Aschaffenburger Hafen eingebrochen. Neben Arbeitsgeräten entwendeten die Täter einen Pkw und einen Lkw, die auf dem Gelände abgestellt waren. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und nimmt jetzt auch Zeugenhinweise entgegen.

 

In der Zeit zwischen Dienstag, 17:45 Uhr, und Mittwoch, 03:30 Uhr, hatten sich die Einbrecher auf das Hafengelände in der Industriestraße begeben. Über ein Fenster waren die Unbekannten in ein Betriebsgebäude eingedrungen. Bislang steht fest, dass die Täter mehrere Arbeitsgeräte, Reifensätze, mehrere hundert Meter Kupferkabel und auch zwei Kraftfahrzeuge entwendet haben, die auf dem Gelände geparkt waren. Mit einem Pickup Nissan Navara, ausgestattet mit den Kennzeichen R-BG211, und einem Mercedes Sprinter, amtliches Kennzeichen R-BG294, machten sich die Einbrecher unerkannt aus dem Staub.

 

Die Kripo Aschaffenburg hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise. Wer zwischen Dienstagnachmittag und dem frühen Mittwochmorgen Verdächtiges beobachtet hat oder Hinweise auf den Verbleib der Fahrzeuge geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

 

Buchseiten in Kloster herausgeschnitten – Kripo sucht Zeugen

BASTHEIM / OT WECHTERSWINKEL, LKR. RHÖN-GRABFELD. Anfang März hat ein Unbekannter Seiten eines antiken Buches in einem öffentlich zugänglichen Kloster herausgeschnitten und entwendet. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.

 

Zwischen Donnerstag, den 03. März, 21:30 Uhr, und Mittwoch, 09. März, 09:00 Uhr, muss sich der Täter an dem Buch, das Ausstellungsstück in einem Kloster ist, zu schaffen gemacht haben. Ein Historiker stellte fest, dass aus einem Antiphonar, einem mittelalterlichen Liederbuch, 16 Buchseiten herausgeschnitten und entwendet waren. Dem Sachstand nach wurden die Seiten mit einer scharfen Klinge herausgetrennt. Der materielle Schaden wird auf 1.000 Euro geschätzt.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat jetzt die weiteren Ermittlungen übernommen. Fraglich ist die Motivation des Unbekannten, da Zeilenanfänge noch im Buch verblieben sind und somit eine gewinnbringende Weiterveräußerung nicht möglich sein dürfte.

 

Der Sachbearbeiter der Kripo Schweinfurt hofft jetzt auch auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Diese werden unter Tel. 09721/202-1731 entgegengenommen.

 

PP Unterfranken