Unfall mit Traktor auf B 8 – Zwei schwerverletzte Personen im Krankenhaus – Sachverständiger eingeschaltet
WÜRZBURG / VERSBACH. Bei einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Traktorgespann sind am Freitagnachmittag zwei Männer schwer verletzt worden. Ein 32-Jähriger war aus bislang unbekannter Ursache mit seinem VW auf den Anhänger des landwirtschaftlichen Fahrzeugs aufgefahren. Die B 8 muss stadteinwärts noch bis voraussichtlich 17.30 Uhr teilweise gesperrt bleiben.
Gegen 15.10 Uhr war ein 26 Jahre alter Mann aus Würzburg mit seinem Traktor samt Anhänger auf der rechten Spur der zweispurig ausgebauten B 8 in Richtung Würzburg unterwegs gewesen. Der 32-jährige Fahrer eines VW Touran, der ebenfalls aus Richtung Rottendorf kommend stadteinwärts fuhr, übersah offenbar den Anhänger des Fendt. Der Mann versuchte noch auszuweichen, fuhr aber mit der rechten Fahrzeugfront auf die linke hintere Ecke des Hängers auf. Durch den Aufprall drehte sich der Anhänger und die vordere Achse riss teilweise ab und wurde auf das Führerhaus des Traktors geschoben. Der aus dem Raum Main-Spessart stammende Touran-Fahrer verlor durch die Kollision die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet auf die linke Fahrspur und schleuderte dann in die Mittelleitplanke.
Beide Fahrzeugführer wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der Rettungsdienst brachte die Männer in eine naheliegende Klinik. An dem Touran entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 15.000 Euro. Der Schaden an dem Ackerschlepper wird sich auf etwa 2.500 Euro, der Schaden am völlig zerstörten Anhänger auf etwa 2.000 Euro belaufen. Die Freiwillige Feuerwehr aus Lengfeld war mit Kräften vor Ort zur Unterstützung der Polizei im Einsatz.
Mit der Unfallaufnahme ist die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt betraut. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde ein Gutachter beauftragt und zur Unfallstelle beordert. Für die Unfallaufnahme sowie die Reinigung der Fahrbahn, die mit Scherben und Splittern übersäht war, muss die rechte Fahrspurt in Richtung Würzburg noch mindestens bis 17.30 Uhr (Stand 16.50 Uhr) gesperrt bleiben.
Wegen Drogenschulden Mobiltelefon geraubt – 22-Jähriger mit Platzwunde in Klinik
ZEIL AM MAIN, LKR. HASSBERGE. Weil er offenbar noch Schulden bei einem Jugendlichen hatte, ist einem 22-Jährigen am Donnerstagabend von einer Gruppe junger Männer sein Mobiltelefon geraubt worden. Einen Tatverdächtigen nahm die Haßfurter Polizei noch am Tatort fest. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen wegen Raubes aufgenommen.
Auf dem Spielplatz am Mittelweg hatten sich gegen 19:45 Uhr der Geschädigte und die vier Beschuldigten getroffen. Da der 22 Jahre alte Geschädigte einem der jungen Männer im Alter von 15 bis 18 noch Geld aus einem zurückliegenden Rauschgiftgeschäft schuldete, gerieten die Personen schließlich in Streit. Ein 17-Jähriger schlug dem fünf Jahre Älteren schließlich ins Gesicht und nahm ihm das Mobiltelefon ab, während zwei weitere Beschuldigte das Opfer festhielten.
Diese drei Haupttatverdächtigen flüchteten dann zu Fuß vom Tatort in Richtung Innenstadt und der Geschädigte rief währenddessen telefonisch die Polizei. Die Haßfurter Polizei nahm vor Ort schließlich einen 18-Jährigen fest. Der junge Mann musste die Beamten zur Dienststelle begleiten, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte er die Dienststelle wieder verlassen.
Die Fahndungsmaßnahmen der Haßfurter Polizei mit Unterstützung von Streifen der umliegenden Dienststellen nach den drei übrigen Jugendlichen verlief mit negativem Ergebnis. Die Tatverdächtigen nutzen für ihre Flucht möglicherweise einen weißen Mercedes der C-Klasse mit Haßfurter Kennzeichen.
Der Geschädigte wurde mit einer Verletzung im Gesicht zur Behandlung in eine naheliegende Klinik eingeliefert. Er muss sich nun wegen des Erwerbs von Betäubungsmitteln verantworten, während die Kripo Schweinfurt gegen die vier Tatverdächtigen wegen Raubes ermittelt.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen am Spielplatz geben können, oder sonst sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 bei der Kripo Schweinfurt zu melden.
Sachbeschädigung an Fahrzeugen – Gruppe greift zwei Geschädigte an – 20-Jähriger in Klinik
SCHWEINFURT. Am Donnerstagabend hat eine Gruppe junger Männer zunächst drei Fahrzeuge beschädigt und schließlich den Besitzer einer der Pkw sowie dessen Begleiter angegriffen und dabei mittelschwer verletzt. Die Schweinfurter Polizei nahm 30 Minuten später zwei Tatverdächtige fest. Mittlerweile hat die Kripo Schweinfurt die Ermittlungen wegen unterschiedlicher Delikte übernommen.
Gegen 20.15 Uhr war der Einsatzzentrale durch Zeugen mitgeteilt worden, dass in der Nikolaus-Hofmann-Straße fünf männliche Personen Fahrzeuge beschädigt hätten und auch eine körperliche Auseinandersetzung stattgefunden hätte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte eine Person aus der Gruppe mehrfach gegen den Kühlergrill eines Lkw getreten und durch die gleiche Vorgehensweise auch eine Delle im Kotflügel eines ebenfalls in der Straße geparkten Citroen verursacht. Am Lkw entstand dadurch Sachschaden in Höhe von 1.000 Euro, an dem Pkw in Höhe von rund 3.500 Euro.
Als drittes Fahrzeug ging der Täter dann einen Opel Astra an, in dem zwei Personen saßen. Dadurch ließ sich der junge Mann nicht davon abhalten, den Außenspiegel des Opels abzutreten. Daraufhin stiegen der 20-jährige Besitzer und dessen gleichaltriger Bekannter aus dem Fahrzeug aus und sprach die Gruppe junger Männer an. Dabei fiel dem Bekannten sein Mobiltelefon aus der Tasche, das sogleich von einem der Beschuldigten aufgehoben wurde. Die Gruppe rannte anschließend in Richtung Schelmsrasen davon und wurde von den beiden Geschädigten dort aber eingeholt. Sie konnten das Mobiltelefon zurückfordern.
Daraufhin wurden die beiden Männer von der Gruppe angegriffen. Der Handybesitzer bekam nun einen Schlag aufs Auge ab. Als sein Begleiter sich schützend vor ihn stellte, gingen die fünf Männer auch auf ihn los. Sie teilten Schläge und Tritte gegen den 20-Jährigen aus, auch als dieser stürzte und am Boden lag. Dabei verlor er sein Mobiltelefon, das von einem der Täter aufgehoben wurde. Die fünf Beschuldigten flüchten anschließend zu Fuß vom Tatort.
Die beiden Geschädigten wurden zur Behandlung durch den Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Der erste Geschädigte hatte eine Verletzung am Auge erlitten und konnte die Klinik bereits wieder verlassen. Der 20-Jährige Fahrzeughalter hat sich schwere Rückenverletzungen zugezogen und wird stationär im Krankenhaus behandelt.
Drei der fünf Beschuldigten konnten von den beiden Geschädigten wie folgt beschrieben werden:
1. Täter: etwa 16-18 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schlanke Figur, südländisches Aussehen, trug dunkle Kleidung eine Baseball-Cap und schwarze Haare.
2. Täter: etwa 16-20 Jahre alt, auffallend groß, hatte südländisches Aussehen.
3. Täter: etwa 16-20 Jahre alt, etwa 175 cm groß, trug helle Jeans-Hose und einen Dreitagebart.
Die verständigte Schweinfurter Polizei leitete sofort gemeinsam mit eigenen und Kräften der Operativen Ergänzungsdienste Fahndungsmaßnahmen nach den zunächst unbekannten Männern ein. Wenig später konnten im Bereich der Gabelsbergerstraße fünf Personen gesichtet und zwei davon festgenommen werden. Die beiden 18 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen, die unter dem Einfluss von Alkohol standen, mussten die Beamten zunächst zur Dienststelle begleiten. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Männer wieder auf freien Fuß gesetzt. Auch ein 16-Jähriger steht mittlerweile unter dringendem Verdacht, der Gruppe zugehörig gewesen zu sein und für die Beschädigungen an den Fahrzeugen verantwortlich zu sein.
Ob es sich bei den drei Männern, auf die die von den Geschädigten abgegebene Beschreibung passt, um die Beschuldigten des Raubes und der Sachbeschädigung handelt, müssen nun die weiteren Ermittlungen der Kripo Schweinfurt klären.
Zeugen, die zur Tatzeit Beobachtungen zu den Sachbeschädigungen an den Fahrzeugen in der Nikolaus-Hofmann-Straße oder der Gefährlichen Körperverletzung am Schelmsrasen gemacht haben, oder sonst Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 zu melden.
Vermisstenfahndung nimmt Dank Medienveröffentlichungen und aufmerksamem Zeugen gutes Ende
GEMÜNDEN A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Im Laufe des gesamten Donnerstags hatte ein Großaufgebot an Polizei zu Land, zu Wasser und zu Luft nach einem 52-jährigen Vermissten gesucht. Letztlich war es die Mitteilung eines aufmerksamen Zeugen, der den Einsatz gut ausgehen ließ.
Wie bereits berichtet, war der 52-jährige offenbar psychisch Belastete am Donnerstagmorgen als vermisst gemeldet worden. Umfangreiche Suchmaßnahmen hatten sich angeschlossen. Dabei war die örtliche Polizei unterstützt von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei, einem Hubschrauber und Personensuchhunden im Einsatz. Die Bundespolizei hatte u.a. Bahnhöfe überprüft.
Bis 19.00 Uhr wurden Sinntal, Saaletal, Scheerenburg, der Ortsbereich von Gemünden, der Main zwischen Sackenbach und Wernfeld, die Sinn und die Uferbereiche der Saale ergebnislos abgesucht.
Dank der Veröffentlichung der Fahndung in und durch die Medien hatte sich gerade bei Beendigung der Suchmaßnahmen dann ein Zeuge gemeldet. Er hatte von der Fahndung nicht nur gehört, sondern war auch aufmerksam, als ihm auf der Kreisstraße MSP 11 im Bereich der Klingenmühle eine Person aufgefallen war, auf welche die Beschreibung des Vermissten zutraf. Der Zeuge zögerte nicht und handelte vorbildlich, indem er sofort die 110 wählte und die Beamten vor Ort lotste.
Letztlich fand der Vermisstenfall insbesondere Dank der Aufmerksamkeit und des sofortigen Handelns des Mannes einen guten Ausgang. Aus Sicht der Polizei ein tolles Beispiel für gelebte Zivilcourage.
30-Jährige unsittlich berührt – Polizei bittet um Hinweise
WÜRZBURG. Wegen des Verdachts der Beleidigung auf sexueller Grundlage ermittelt die Würzburger Polizei gegen einen Unbekannten. Er soll am vergangenen Wochenende eine 30-Jährige in einer Bar in der Innenstadt unsittlich berührt haben.
Am Mittwochabend wandte sich die 30-Jährige an die Polizei und erstattete Anzeige. Nach ihren Schilderungen soll sie ein Unbekannter an der Bar der Gaststätte in der Korngasse am Sonntag, gegen 02.00 Uhr, unsittlich berührt haben. Danach sei der Mann von einem Türsteher des Lokals verwiesen worden. Die Polizei war an dem Abend nicht hinzugezogen worden.
Von dem Tatverdächtigen liegt den Beamten folgende Beschreibung vor:
Circa 40 Jahre alt, etwa 175 Zentimeter groß, kräftige Figur, narbiges Gesicht, schwarze, kurze zurückgekämmte Haare, sprach gebrochenes Deutsch, bekleidet mit weißem Strickpullover.
Hinweise auf die Identität des Mannes oder sonstige sachdienliche Angaben bitte unter Tel. 0931/457-2230.
Nach Raub mit Tritten gegen Kopf und Oberkörper des Opfers – zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft
Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg vom 26.02.2016
ASCHAFFENBURG. Nach einem gemeinsamen Discobesuch dreier Heranwachsender war es bereits Mitte Februar zu einem Raub in der Würzburger Straße gekommen. Zwei dringend Tatverdächtige sitzen seit Anfang der Woche in Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt, einem 20-Jährigen Geld und Handy geraubt und dabei auch auf ihn eingetreten zu haben.
Gegen 02:30 Uhr hatten in der Nacht zum Samstag, den 13.02.2016, Zeugen die Polizei in die Würzburger Straße an der Ecke zur Schwindstraße gerufen. Sie waren auf eine tätliche Auseinandersetzung zwischen drei Personen aufmerksam geworden, bei denen einer der Beteiligten von den beiden anderen am Boden liegend unter anderem gegen Kopf und Oberkörper getreten worden sein soll.
Mehrere Streifen der Aschaffenburger Polizei waren rasch vor Ort. Zwei der Beteiligten waren zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits verschwunden. Der 20-Jährige wurde vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht und dort ambulant versorgt.
In den Folgetagen kristallisierte sich im Zuge der kriminalpolizeilichen Ermittlungen dann heraus, dass der 20-Jährige bereits zuvor in einer Diskothek mit den beiden Männern in Streit geraten war. Nach Verlassen derselben sollen die zwischenzeitlich ermittelten 20 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen den Mann auf Höhe der Schwindstraße tätlich angegangen und ihm sein Handy und etwa 100 Euro Bargeld geraubt haben. Das Mobiltelefon konnten die Ermittler sicherstellen und dem Opfer zurückgeben.
Auf Antrag der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft erging im Laufe der vergangenen Woche ein richterlicher Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Raubes und der Gefährlichen Körperverletzung. Dieser wurde von den Kriminalbeamten am Samstagabend vollstreckt. Nach einer Nacht in der Haftzelle erfolgte am Sonntagmorgen die richterliche Vorführung des Duos. Beide wurden im Anschluss in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Güterschiff stellt sich quer – niemand verletzt – Schiffsführer unter Alkoholeinfluss
LOHR A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Ein gut 100 Meter langes und unbeladenes Güterschiff hat sich am frühen Freitagmorgen auf dem Main direkt vor einer Brücke quer gefahren. Die Besatzung blieb unverletzt. Der Kapitän musste sich eine Blutprobe gefallen lassen. Nach ersten Einschätzungen wird die Bergung den ganzen Tag andauern. Die Schifffahrt ist gesperrt.
Gegen 06:30 Uhr erreichte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung, dass sich ein Schiff auf dem Main quer gefahren habe. Rasch war eine Streife der Lohrer Polizei an der „Neuen Brücke“ vor Ort. Die Beamten alarmierten daraufhin die Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt.
Nach ersten Erkenntnissen zum Hergang war der 45-jährige Schiffsführer mit zwei Mann Besatzung vor der Neuen Brücke offenbar vom Kurs abgekommen. Das Gütermotorschiff fiel quer, das Heck schob sich in einen Brückenbogen und der Bug des Schiffes steckt auf etwa zehn Metern Länge am Ufer auf Sendelbacher Seite fest.
Alle drei Mann Besatzung blieben dem Sachstand nach unverletzt. Im Zuge der Sachverhaltsaufnahme bemerkten die Beamten bei dem Schiffsführer Alkoholgeruch. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,5 Promille, woraufhin sich der 45-Jährige eine Blutprobe gefallen lassen musste.
Neben Lohrer Polizei, Wasserschutzpolizei und dem Wasser- und Schifffahrtsamt sind auch die örtlichen Feuerwehren im Einsatz. Darüber hinaus der Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk. Die Schifffahrt wurde gesperrt. Nach aktuellem Stand der Dinge wird sich die Bergung aufwändig gestalten und den ganzen Tag andauern. Vermutlich werden Uferarbeiten notwendig, um das Schiff freizuschleppen.
Über die Höhe des Sachschadens lässt sich zur Stunde keine Aussage treffen. Das Brückengebäude wird vom zuständigen Straßenbauamt dahingehend begutachtet.
Audiodatei
PP Unterfranken