Polizeiberichte PP Unterfranken : Region Würzburg , Aschaffenburg und Schweinfurt 28.02.2016

Polizei News Unterfranken

Spaziergänger sichten Pkw in Saale – aufwändige Bergungsarbeiten – tote Person im Fahrzeug

GEMÜNDEN A.MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Sonntagmittag sind Spaziergänger am Mühlgraben auf einen Pkw aufmerksam geworden, der unter Wasser in der Saale stand. Es schlossen sich aufwändige Bergungsarbeiten an. In dem Fahrzeug befand sich ein männlicher Leichnam. Die Identität des Mannes ist noch nicht abschließend geklärt. Es spricht jedoch Vieles dafür, dass es sich um einen seit mehreren Tagen Vermissten handelt.

 

Gegen 13.00 Uhr meldeten sich Spaziergänger über Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken. Sie waren im Bereich des Mühlgrabens in der Max-Josef-Straße auf einen roten Pkw aufmerksam geworden, der sich unter Wasser in der Saale befand. Rasch waren eine Streife der Gemündener Polizei, die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr vor Ort.

Nachdem sich die Beobachtung der Spaziergänger bestätigt hatte, begaben sich Taucher ins Wasser, um genauere Überprüfungen an dem Pkw vorzunehmen. Schließlich musste ein Bergungskran anrücken, der den Wagen gegen 16.30 Uhr aus dem Wasser barg.

Im Fahrzeuginnenraum stießen die Beamten auf einen männlichen Leichnam. Die Identität des Mannes steht abschließend noch nicht fest. Derzeit spricht allerdings Vieles dafür, dass es sich um einen Senior handelt, der seit Mitte Februar als vermisst gemeldet worden war. Der Mann aus Nordrhein Westfalen hatte sich in der Region zu Besuch aufgehalten. Der Kriminaldauerdienst der Würzburger Kripo hat vor Ort die weiteren Ermittlungen übernommen. Auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft soll auch eine Obduktion weitere Aufschlüsse ergeben.

Audiodatei

O-Ton Pressesprecher Michael Zimmer

 

Pkw kollidiert mit Hauswand – Frau am Steuer verstorben

MÖNCHBERG, LKR. MILTENBERG. Vermutlich aufgrund eines medizinischen Problems hat eine Autofahrerin am Sonntagvormittag die Kontrolle über ihren Pkw verloren. Sie prallte gegen eine Hauswand. Am Mittag verstarb die Frau in einer Klinik. Die Ermittlungen führt die Obernburger Polizei.
Gegen 10.30 Uhr war die Frau am Steuer eines Seat im Schindheckenweg unterwegs. Kurz vor der Einmündung zur Waldmühle verlor sie dann wohl aufgrund eines medizinischen Problems die Kontrolle über den Wagen. Dieser rollte in den Hof eines Anwesens und kam an der Hauswand zum Stehen.

Unverzüglich kümmerten sich Anwohner um die Fahrerin bis Rettungsdienst samt Notarzt und die örtliche Freiwillige Feuerwehr vor Ort waren. Unter Reanimationsmaßnahmen brachten die Retter die Frau in eine Klinik. Dort verstarb sie am Mittag. Dem Sachstand nach nicht infolge des Unfallgeschehens bzw. Aufpralls.

 

Güterschiff kollidiert mit Passagierschiff – niemand verletzt

KITZINGEN. Am Samstagmittag ist es auf dem Main bei Kitzingen zum Zusammenstoß eines Passagierschiffs mit einem Gütermotorschiff gekommen. Verletzt wurde niemand. Die Wasserschutzpolizei Würzburg ermittelt gegen den 58-jährigen Kapitän des Passagierschiffs wegen Verstößen gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften.
Gegen 12.40 Uhr kam der 58-Jährige nach dem Passieren der Eisenbahnbrücke bei Kitzingen vom Kurs ab. Sein Schiff stellte sich quer und stieß mit dem Bug gegen das Achterschiff eines am Ufer anliegenden Güterschiffs. Dadurch entstand erheblicher Sachschaden an den Aufbauten. Beim Notmanöver rückwärts prallte der 58-Jährige gegen die Böschung im Oberwasser der Kitzinger Schleuse und richtete auch dort nicht unerheblichen Schaden an.

Das Gütermotorschiff hatte sich infolge des Aufpralls losgerissen und konnte von der Besatzung eines weiteren Schiffs gesichert und letztlich wieder an Land vertäut werden. Das Passagierschiff machte ebenfalls im Oberwasser der Schleuse fest. Die Kitzinger Feuerwehr und ein Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes kamen zur Überprüfung der Schäden vor Ort. Diese dürften sich gewiss auf mehrere zehntausend Euro belaufen.

Beamte der Würzburger Wasserschutzpolizei führten vor Ort die Ermittlungen hinsichtlich der Ursache für die Kollision. Demnach dürfte der 58-Jährige aufgrund einer Fehlbedienung den Unfall verursacht haben. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.