„Rassenwahn“ in Tulln: PETA übt scharfe Kritik an „Du & das Tier Tulln“

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Tulln / Stuttgart, 28. September 2022 – Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! PETA übt scharfe Kritik an der vom kommenden Freitag, den 30. September, bis Sonntag, den 2. Oktober, auf dem Messegelände Tulln stattfindenden Hundeausstellung „Du & das Tier Tulln“ des Österreichischen Kynologenverbands. Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollen sogenannte Rassehunde zu einem „Programm aus Shows und Vorführungen“ gezwungen werden. Veranstaltungen wie diese verleiten Menschen dazu, gezüchtete Tiere zu kaufen, während in Tierheimen Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause warten. Die Tierrechtsorganisation betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die als Familienmitglieder gesehen werden sollten und nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen.

„Zuchtverbände, die Hunde beliebig nach Form und Farbe ‚zusammenbauen‘, nehmen billigend in Kauf, dass viele der Tiere ihr Leben lang leiden und oftmals schwer krank sind“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „So leiden Chihuahuas, die als Qualzucht gelten, oft an gesundheitlichen Beschwerden. Häufig sind zum Beispiel die Patellaluxation, die eine Ausrenkung der Kniescheibe zur Folge hat, Zahnfehlstellungen oder ein Wasserkopf.“

Zucht führt häufig zu Gesundheitsproblemen und verschärft die Situation in Tierheimen

Wenn das äußere Erscheinungsbild der Tiere im Vordergrund steht, führt das bei zahlreichen sogenannten Rassehunden mitunter lebenslang zu gesundheitlichen Problemen. Beispielsweise erkranken Schäferhunde oft an Hüftgelenksdysplasien, Cocker Spaniel an chronischer Bindehautentzündung und französische Bulldoggen an Atembeschwerden und Anomalien der Wirbelsäule. 

PETA weist darauf hin, dass die Nachzucht auch die Situation für heimatlose Tiere verschärft. In österreichischen Haushalten leben bereits rund 629.120 Hunde. [1] Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchterinnen und Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich zahlreiche Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. PETA appelliert daher an alle Menschen, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] Bundesanstalt Statistik Österreich (2020): Haustiere in Österreich. https://www.statistik.at/fileadmin/pages/339/Themenblatt_Haustiere_2019-20.pdf. (zuletzt abgerufen am 28.09.2022)

Rassenwahn – falsch bei Menschen, falsch bei Hunden. / © PETA Deutschland e.V.
 
Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Tierheim

PETA.de/Themen/Rassenwahn

PETA.de/Themen/Zoohandlungen

Pressekontakt: Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, [email protected]

Quelle : PETA.de

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