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Rorschach (St. Gallen) / Stuttgart, 18. August 2023 – Todesfalle Auto: Einem Medienbericht zufolge fand die Polizei am Sonntag, den 13. August, in Rorschach einen Hund tot in dem Kofferraum eines überhitzten Autos vor. Das Fahrzeug war bei 27 Grad Aussentemperatur in der Mühletobelstrasse an der Sonne geparkt. Ein Passant hatte zuvor die Notlage des winselnden Vierbeiners erkannt, die Polizei informiert, eine gekippte Scheibe des Fahrzeugst aufgebrochen und dem Hund Wasser gegeben. Als die Beamten eintrafen war das Tier aber bereits tot. Der 26-jährige Hundehalter erschien rund 15 Minuten später. Gegen ihn wird nun ermittelt. Nach dem Tierschutzgesetz macht sich strafbar, wer ein Tier misshandelt, vernachlässigt, es unnötig überanstrengt oder dessen Würde in anderer Weise missachtet, oder Tiere auf qualvolle Art oder aus Mutwillen tötet.. PETA hat daher Anfang der Woche beim Untersuchungsamt St. Gallen gegen den Hundehalter Strafanzeige erstattet und fordert ein Tierhalteverbot für den Verantwortlichen.
«Viele Hundehalterinnen und -halter unterschätzen die Auswirkungen der Sonneneinstrahlung, wenn sie die Vierbeiner in Autos zurücklassen. Hunde werden in den überhitzten Fahrzeugen schnell unruhig, kratzen an den Fenstern und geraten in Panik. Dies verschlimmert die lebensgefährliche Situation zusätzlich. Für sie kommt dann oft jede Hilfe zu spät. Besonders für Hunde mit sogenannten Qualzuchtmerkmalen, wie der Brachyzephalie, also der Kurzschnäuzigkeit werden die Temperaturen schnell extrem gefährlich», so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. «Wer einen Hund bei warmen Aussentemperaturen im Auto zurücklässt, riskiert wie in diesem Fall das Leben des Tieres und muss mit einer Strafanzeige rechnen.»
Brenzlige Situationen vermeiden und im Ernstfall schnell handeln – Hintergrundinformationen
Bereits wenige Minuten in der Sonne reichen, um ein parkiertes Auto auf bis zu 70 Grad Celsius zu erhitzen. Doch auch ein Schattenparkplatz oder ein leicht geöffnetes Fenster schaffen bei diesen Temperaturen keine Abhilfe. Da Hunde nur wenige Schweissdrüsen haben und sich hauptsächlich über Hecheln abkühlen, erleiden sie im heissen Wageninneren schnell irreparable Organschäden oder einen Herzstillstand.
Entdecken Menschen an einem warmen Tag einen Hund im Auto oder auf einem Balkon ausgesperrt, ist schnelles Handeln gefragt. Sollte der Wagen- oder Wohnungsbesitzer nicht auffindbar sein, muss umgehend die Polizei gerufen werden. Befindet sich der Hund bereits in Todesgefahr – Anzeichen dafür sind Taumeln, eine dunkle Zunge, glasige Augen, starkes Hecheln oder Erbrechen – sollten Tierfreunde in Betracht ziehen, die Scheibe am Auto einzuschlagen. Dies kann unter Umständen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, allerdings sind PETA keine Fälle bekannt, in denen rechtliche Folgen für Tierretter entstanden sind. Sollte das Auto auf einem Supermarktparkplatz stehen und das Tier noch ausser Gefahr sein, lässt sich der Fahrzeughalter ausrufen. Kann der Hund aus dem Auto oder von dem Balkon befreit werden, sind sofort Erste-Hilfe-Massnahmen erforderlich. Auch wenn sich der Zustand des Tieres durch die Versorgung scheinbar verbessert, muss der Hund wegen möglicher Folgeschäden der inneren Organe umgehend tierärztlich untersucht werden.
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.
Bei warmen Aussentemperaturen kann ein Auto für Hunde innerhalb kurzer Zeit zur Todesfalle werden. / © PETA Deutschland e.V.
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Hund-Hitze-Auto
PETA.de/Prominente/Martin-Brambach-Hitzetod
PETA.de/Themen/erste-Hilfe-Hund
Tierrechtsblog.de/Deutschland/Hunde-überhitzte-Fahrzeuge
Pressekontakt:
Jonas Meyerhof, +49 711 860591-523, [email protected]
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