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Berlin / Stuttgart, 16. Juni 2023 – Nach Vorstoß des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) dürfen Hühnerembryonen nun bis zum zwölften Bebrütungstag getötet werden. Bisher war es bereits ab dem siebten Tag verboten. Grundlage für die Gesetzesänderung war eine vom BMEL in Auftrag gegebene Studie. [1] Scarlett Treml, Agrarwissenschaftlerin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Agrarindustrie, kommentiert:
„Diese Gesetzesänderung ist ein Skandal. Sie beruht auf der Annahme, dass bei Hühnerembryonen ein Schmerzerlebnis bis zum 12. Bebrütungstag ausgeschlossen werden kann. Diese Annahme ist aus wissenschaftlicher Sicht fragwürdig. Nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft entwickelt sich das Schmerzempfinden bei Hühnerembryonen bereits ab dem siebten Bebrütungstag kontinuierlich. Es kann daher nicht anhand einer einzigen Studie ausgeschlossen, sondern muss so lange für möglich gehalten werden, bis wissenschaftlich valide belegt werden kann, dass Hühnerembryonen bis zu einem bestimmten Tag keine Schmerzen empfinden. PETAs wissenschaftliche Fachkräfte haben den Leiter des Referates Tierschutz in einem Gespräch ausführlich auf die Fehler der BMEL-Studie hingewiesen. Die weitere Aufweichung des Verbotes zeigt, dass in Deutschland offenbar immer wieder wirtschaftliche Interessen über das Staatsziel Tierschutz gestellt werden.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.
Scarlett Treml / © PETA Deutschland e.V.
Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
[1] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (28.03.2023): Studie: Kein Schmerzempfinden bei Hühnerembryonen vor dem 13. Bebrütungstag. Online abrufbar unter: https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/036-schmerzempfinden-huehnerembryonen.html#:~:text=Diese%20Regelung%20war%20mit%20der,H%C3%BChnerembryonen%20keine%20Schmerzen%20empfinden%20k%C3%B6nnen. (01.06.2023).
Weitere Informationen:
PETA.de/Küken-Töten
PETA.de/Eier
PETA.de/Qualzucht-Geflügel
Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, [email protected]
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