Stadtverwaltung Wertheim : Handwerk in der Region bietet große Vielfalt

Angehende Fleischereifachverkäufer im Berufsschulunterricht in Bad Mergentheim: Für die Berufsbilder Fleischer/in bzw. Fleischereifachverkäufer/in sowie Bäcker/in und Bäckereifach-verkäufer/in werden Auszubildende gesucht. Foto: Landratsamt Main-Tauber-Kreis/Peter Frischmuth

Berufliche Chancen im Nahrungsbereich

 

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Der Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis bietet nicht nur im produzierenden Gewerbe und in der Dienstleistungsbranche berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Auch im Handwerk gibt es vielfältige Karrierechancen.

Wie das Landratsamt mitteilt, sind im Main-Tauber-Kreis 1.657 Handwerksbetriebe angesiedelt. Handwerkliche Berufe werden im dualen Ausbildungssystem erlernt. Die Ausbildung erfolgt an zwei Lernorten, im Betrieb und in der Berufsschule. Im Main-Tauber-Kreis bestehen drei berufliche Schulstandorte mit jeweils mehreren Schularten. An jedem Standort vorhanden sind die Kaufmännischen und die Gewerblichen Schulen. In Bad Mergentheim kommt die Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung (EPE) hinzu.

Bis auf wenige Ausbildungsberufe können die meisten Handwerksberufe an den Beruflichen Schulen des Main-Tauber-Kreises erlernt werden. „Damit ergeben sich beste Chancen für eine Karriere daheim“, sagt Landrat Reinhard Frank. Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken meldet für das Jahr 2015 positive Zahlen bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen. Insgesamt kann ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

Dieser positive Trend ist jedoch nicht in allen Handwerksberufen zu spüren. Besonders im Nahrungsbereich mit den Fleischern bzw. Fleischereifachverkäufern sowie den Bäckern und Bäckereifachverkäufern sind stark zurückgegangene Schülerzahlen zu verzeichnen. Für diese Ausbildungsberufe werden dringend junge Menschen gesucht.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und eignet sich auch für Hauptschulabgänger. Nach der Ausbildung gibt es vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Gelernte Verkäufer und Verkäuferinnen können beispielsweise den Betriebs- oder Handelsfachwirt ablegen und als Filialleiter/in Erfahrungen in der Führungsebene sammeln.

Bäcker und Fleischer können sich mit einer Meisterprüfung weiter qualifizieren. Sie berechtigt zum Ausbilden, ist Voraussetzung für die Selbstständigkeit und ermöglicht sogar ein Studium. Die Weiterbildung zum Betriebswirt des Handwerks liefert zusätzliches betriebswirtschaftliches Wissen.

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises hat im Rahmen der „Initiative Karriere Daheim“ Informationen zu Ausbildungsberufen und Lehrstellen im Main-Tauber-Kreis auf der Landkreis-Homepage unter www.main-tauber-kreis.de/karriere-daheim zusammengetragen. „Nahezu alle an den Schulen des Main-Tauber-Kreises erlernbaren Berufe sind mit Informationsvideos verlinkt, die für eine Ausbildungsentscheidung genutzt werden können“, ergänzt Dezernent Jochen Müssig. Gerade in den Handwerksberufen lohnt sich bei der Lehrstellensuche eine Initiativbewerbung oder eine telefonische Anfrage im Betrieb nach einer freien Lehrstelle. Auch ein Praktikum ist eine gute Gelegenheit, ein Berufsbild und den Betrieb kennenzulernen.

Informationen zur „Initiative Karriere daheim“ und zum Wirtschaftsstandort Main-Tauber-Kreis gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5708, E-Mail: wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de und online unter www.main-tauber-kreis.de/karriere-daheim.

PP Heilbronn