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Saarbrücken / Stuttgart, 3. Juni 2022 – Tierquälerei ist kein Sport: Am Sonntag, den 5. Juni, findet in Saarbrücken der „Sparkassen-Renntag“ statt. Das Pferderennen auf der Rennbahn in Saarbrücken-Güdingen wird vom Sparkassenverband Saar unterstützt. Daher protestiert das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam am Sonntag ab 12:00 Uhr vor der Pferderennbahn in der Großblittersdorfer Straße in Saarbrücken und fordert den Verband auf, das Sponsoring zu beenden. Mit Plakaten, Schildern und Flugblättern informieren die freiwillig Unterstützenden über die Tierquälerei im sogenannten Pferdesport. In einem Schreiben appellierte PETA Mitte Mai an Cornelia Hoffmann-Bethscheider, – Präsidentin des Sparkassenverbandes Saar –, Pferderennen nicht mehr zu unterstützen. Eine Antwort erfolgte bisher nicht – stattdessen meldete sich der Rennverein und teilte mit, dass das Regelwerk eingehalten würde. Doch Pferderennen enden für viele Tiere tödlich: Allein zwischen 2015 und 2019 wurden mindestens 50 Pferde auf deutschen Rennbahnen getötet. PETA fordert den Sparkassenverband Saar auf, ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen und das Sponsoring zu beenden.
„Rennställe, Rennvereine und Verbände haben ein System etabliert, in dem Pferde als Sportgeräte missbraucht und mit Peitschenschlägen zu Leistungen angetrieben werden, denen sie körperlich nicht gewachsen sind. Da in der Rennbranche wirtschaftliche Interessen vor das Tierwohl gestellt werden, sind tödliche Stürze, schwere Brüche und Aortenabrisse bei den Tieren häufig die Folge“, so Streetteamleiter Noah Heinz. „Ein großer Stützpfeiler der tierschutzwidrigen Rennen sind die Sponsoren. Der Sparkassenverband Saar sollte sich überlegen, ob er seinen Namen wirklich mit einer Branche in Verbindung sehen will, die Pferden Leid und Schmerz zufügt.“
Branche nimmt Lungenblutungen, Herzverletzungen und Magengeschwüre billigend in Kauf
Für den „Rennsport“ werden Pferde gezwungen, Risiken einzugehen, die sie freiwillig niemals auf sich nehmen würden. Die Überlastung führt häufig zu Stürzen mit Brüchen oder zu Aortenabrissen, bei denen die Hauptschlagader des Herzens reißt und das Tier innerhalb kurzer Zeit stirbt. Experten zufolge weisen zudem 90 Prozent der bei Rennen eingesetzten Pferde aufgrund des großen psychischen Stresses Magengeschwüre auf. Laut den Rennprotokollen haben viele Tiere kurz nach einem Rennen blutige Nüstern. Entgegen der Aussage der Branchenvertreter handelt es sich hierbei jedoch nicht um Nasenbluten, sondern laut Dr. Maximilian Pick, Gutachter und ehemaliger Fachtierarzt für Pferde, üblicherweise um Blutungen aus der Lunge. [1]
Millionengeschäft auf Kosten der Pferde
Häufig werden in der millionenschweren Branche schon zwei- oder dreijährige Pferde an den Start geschickt, obwohl sie sich noch im Wachstum befinden. [2] Da der Bewegungsapparat der jungen Tiere noch nicht vollständig ausgebildet ist, sind Sehnenschäden und Knochenbrüche keine Seltenheit. Die Pferde werden nicht nur bei den Rennen selbst, sondern auch während der Trainings überlastet. So sind etwa bei Galopprennen rund 80 Prozent der Trainingsausfälle auf Lahmheit zurückzuführen. „Dass Peitschenschläge und tierquälerisches Zubehör zum Alltag sogenannter Rennpferde gehören, zeigt nur einmal mehr, dass das Wohl der Tiere in der Regel keine Rolle spielt“, so Scholz.
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
Das PETA ZWEI-Streetteam Saarbrücken ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.
[1] Dr. Pick, M. (2005): Spezielle Erkrankungen von Galopprennpferden aus Sicht des Tierschutzes. In: Der praktische Tierarzt.
[2] Iding, C. (2018): Vom Hochleistungsrennpferd zum Pflegefall. Die kurze Karriere der Rennpferde und dessen Folgen. In: Bocholter Borkener Volksblatt. Online abrufbar unter: https://www.bbv-net.de/Lokales/ZiSch/Vom-Hochleistungsrennpferd-zum-Pflegefall-136069.html. (03.05.2022).
Details zur Aktion:
Datum: Sonntag, 5. Juni 2022
Uhrzeit: 12:00 – 14:00 Uhr
Ort: vor der Pferderennbahn, Großblittersdorfer Straße, 66119 Saarbrücken
Kontakt vor Ort: Noah Heinz (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
Immer wieder stürzen Pferde und verletzen sich tödlich (Symbolbild von Pferderennen 2016 in Mannheim). / © PETA Deutschland e.V.
Peitscheneinsatz beim Hamburger Derby 2013 / © PETA Deutschland e.V.
Die Motive stehen hier und hier zum Download zur Verfügung.
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Pferderennen-Petition
PETA.de/Themen/Pferderennen
Pressekontakt:
Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, [email protected]
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