Vermisste Katze stranguliert aufgefunden – Strafanzeige gegen Unbekannt – Zeugen gesucht

Katze Lussi wurde mit einem weißen Paketband stranguliert. / © Tierschutzverein Weimar

Tierrechtsorganisation erstattet Strafanzeige gegen Unbekannt
– PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise

Vermisste Katze Lussi wurde mit einem weißen Paketband stranguliert. / © Tierschutzverein Weimar

Weimar / Stuttgart, 4. Mai 2020 – Tierquäler gesucht: Am Freitag, 17. April, fand eine Frau bei den Garagen an der Florian-Geyer-Straße Ecke Röhrstraße in Richtung Weimar-West ihre vermisste Katze tot vor. Das Tier war offenbar von einem Unbekannten mit einer Würgeschlinge aus festem weißen Kunststoff-Paketband zu Tode stranguliert und in der Nähe der Bahngleise in ein Gebüsch geworfen worden. Nachdem die Samtpfote nicht wie jeden Abend nach Hause gekommen war, hatte die Tierhalterin Flyer aufgehängt und um Hinweise auf ihren Vierbeiner gebeten. Ein anonymer Anrufer informierte die Frau an dem Freitag darüber, wo sie das Tier finden würde. Die Tat ereignete sich wahrscheinlich am Ostersonntag zwischen 19:00 Uhr und 24:00 Uhr. PETA erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt.

PETA setzt Belohnung aus
Um die Tat aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den mutmaßlichen Tierquäler überführen, aus. Zeugen können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir den Täter überführen“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Sollte ein Tierquäler die Katze tatsächlich getötet haben, so muss er gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer Tiere zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.

 

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/tierische-Mitbewohner-Katzen
 

Quelle : PETA.de

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