Zoll News: Durchsuchung bei Gerüstbauunternehmen – Schaden rund 300.000 Euro Sozialabgaben

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Staatsanwaltschaft und Zoll im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Die Staatsanwaltschaft Lübeck und das Hauptzollamt Itzehoe haben in einem umfangreichen Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche eines schleswig-holsteinischen Gerüstbauunternehmens in den Morgenstunden des 24. November 2020 rund 50 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.

Über 500 Zollbeamte durchsuchten Objekte, wie Geschäftsräume der Firma und Wohnungen von Beschuldigten, in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Es wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Gleichzeitig wurden vermögenssichernde Maßnahmen und erste Vernehmungen von Beschuldigten und Zeugen durchgeführt.

Es besteht der Verdacht, dass der 38-jährige formelle Geschäftsführer des Unternehmens sich mit weiteren Beschuldigten aus Hamburg und Bremen als Bande zusammengeschlossen hat. Die Beschuldigten sollen über den Betrieb der Gerüstbaufirma in der Zeit seit August 2016 bis heute in erheblichem Umfang Sozialabgaben vorenthalten, die Sozialkassen der Bauwirtschaft betrogen und gewerbsmäßig ausländische Arbeitskräfte in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust haben.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand beläuft sich der bisherige Schaden auf rund 300.000 Euro Sozialabgaben.

Weitergehende Auskünfte werden wegen der laufenden Ermittlungen nicht erteilt.

Quelle : Zoll.de

 

 

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