Zollfahndungsamt beschlagnahmt 6,5 Tonnen Shisha-Tabak

PublicDomainPictures / Pixabay

Zollfahndungsamt beschlagnahmt 6,5 Tonnen Shisha-Tabak

Steuerschaden von mehr als 240.000 Euro vereitelt

Ermittler des Zollfahndungsamts Hannover haben am 21. April 2016 in Langenhagen (Region Hannover) 6.524 Kilogramm Wasserpfeifentabak beschlagnahmt und dadurch den Schmuggel von Tabak mit einem Steuerschaden von mehr als 240.000 Euro vereitelt.

Nach der Landung in Leipzig war die Luftfrachtsendung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten von der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Dresden überprüft worden. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei der als “Non Food Additives” bezeichneten Ware um vier Paletten mit Wasserpfeifentabak der Marke “Al Fakher” handelte. Als Empfänger war ein in Langenhagen ansässiges Speditionsunternehmen in den Zollpapieren verzeichnet.

Die mittlerweile hinzugezogenen Zollfahnder vom Zollfahndungsamt Hannover, Dienstort Bielefeld, ermittelten, dass der Tabak – wiederum bezeichnet als “Non Food Additives” – von Langenhagen aus an ein nicht existentes Unternehmen in der Ukraine geliefert werden sollte. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Absatz des Tabaks im Inland unter Umgehung der Einfuhrabgaben geplant war.

“Aufgrund der uns mittlerweile vorliegenden Informationen nehmen wir an, dass bereits mehr als 35 derartige Transporte gelaufen sind”, erklärt ein Zollfahnder.

wasserpfeifentabak Zoll.de Wertheim24 03.05.2016

Die weiteren Ermittlungen, die im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig erfolgen, werden sich darauf richten, die Hintermänner des Tabakschmuggels zu identifizieren. Ziel ist es auch, den Gesamtumfang ihrer kriminellen Machenschaften festzustellen.

Thomas Schüre, Pressesprecher des Zollfahndungsamts Hannover: “Das Rauchen von Wasserpfeifen wird immer beliebter. Bei einer ‘Steuerersparnis’ von rund 35 Euro pro Kilogramm wundert es uns nicht, wenn auch mehr Shisha-Tabak geschmuggelt wird.”