7. Adipositastag des AcSDeV / Adipositas in Deutschland: es gibt Handlungsbedarf


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7. Adipositastag des AcSDeV / Adipositas in Deutschland: es gibt Handlungsbedarf
7. Adipositastag des AcSDeV. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/21280 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Novo Nordisk Pharma GmbH Deutschland/AcSDV“

Frankfurt (ots) – Adipositas ist auf dem Vormarsch und damit ein Thema von hoher Relevanz, das dringend angegangen werden muss. Das war der Tenor des von Novo Nordisk unterstützten 7. Adipositastags, zu dem die Adipositaschirurgie Selbsthilfe Deutschland e.V. (AcSDeV) am 5. Mai 2018 nach Frankfurt eingeladen hatte. Rund 300 Besucher aus ganz Deutschland informierten sich aus erster Hand über aktuelle Erkenntnisse rund um Adipositas und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung stand eine hochkarätig besetzte interdisziplinäre Podiumsdiskussion. Unter dem Motto „Quo vadis Adipositastherapie?“ diskutierten der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt, Berichterstatter für Adipositas, Joachim Henkel von der AOK Hessen, Rechtsanwalt Tim Werner, Dr. Jens Aberle, Dr. Sylvia Weiner sowie die Patientenvertreterinnen Christel Moll vom Adipositasverband und Melanie Bahlke vom AcSD e.V. über die aktuelle Adipositas-Versorgungssituation in Deutschland.

Allein in Deutschland sind mehr als 23 Prozent der erwachsenen Männer und Frauen (18-79 Jahre) adipös, also stark übergewichtig mit einem Body-Mass-Index (BMI) ab 30 kg/m².(1) Sie leben mit einer Erkrankung, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. So kann die Adipositas mit einer um zwei bis zehn Jahre verringerten Lebenserwartung einhergehen (1) und stellt aufgrund der damit assoziierten Begleiterkrankungen weltweit die fünfthäufigste Todesursache dar.(2) Viele Menschen mit Adipositas finden jedoch nicht ausreichend Unterstützung bei ihren Bemühungen um eine Gewichtsreduktion.(3) „Adipositas ist eine Erkrankung, die mit Stigmatisierung und Schuldzuweisungen einhergehen kann. Wir beginnen jetzt erst die Adipositas zu verstehen“, sagte Dr. Sylvia Weiner, Chirurgin aus Frankfurt. Adipositas sei auf dem Vormarsch und damit ein Thema von hoher Relevanz, das dringend angepackt werden müsse. Eine Anerkennung der Adipositas als chronische Krankheit in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen sei die notwendige Grundlage, um die Situation für Menschen mit Adipositas in Deutschland zu verbessern. „Auch die Implementierung von Disease Management Programmen (DMP) wie in der Diabetesversorgung könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein“, so Weiner.

Bedarfsgerechte medizinische Versorgung für Menschen mit Adipositas

Grundsätzlich steht Adipositas Patienten der Zugang zu konservativen Behandlungsmethoden, wie Ernährungsberatung und Bewegungsprogrammen, offen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Kassenleistungen, so dass die Patienten selbst für die Kosten aufkommen müssen. Auch Medikamente zur Gewichtsreduktion sind von der Erstattung ausgenommen. Chirurgische Verfahren stehen in Einzelfällen erst nach Antrag bei den Krankenkassen und erfolgter Bewilligung zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund war das Plenum einhellig der Meinung: Die Versorgungslage für Menschen mit Adipositas in Deutschland ist verbesserungsbedürftig. So müsse es Ziel sein, eine nationale Adipositas-Strategie noch in dieser Legislaturperiode zu stärken, erklärte Bundestagsabgeordneter Dietrich Monstadt. Er zeigte sich der Forderung nach einem Nationalen Aktionsplan Adipositas gegenüber aufgeschlossen und versprach, sich für dessen Umsetzung nachdrücklich einzusetzen.

Schulterschluss der Patientenorganisationen: Petition an Bundestag

Der Einladung des AcSDeV nach Frankfurt waren auch die beiden anderen großen deutschen Organisationen der Adipositas-Selbsthilfe gefolgt: der Adipositasverband und die Adipositashilfe Nord. Gemeinsam beschlossen die drei Organisationen, eine Petition an den Bundestag auf den Weg zu bringen. Die Forderung: Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung adipöser Menschen sowie Sicherstellung einer bundesweit einheitlichen Finanzierung. Als offizieller Zeichnungsbeginn für die Petition ist der Europäische Adipositastag am 19. Mai 2018 vorgesehen. „Nur gemeinsam können wir auch politisch etwas verändern, damit Menschen mit Adipositas Stück für Stück besser versorgt werden“, appelliert Melanie Bahlke, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AcSDeV.

Novo Nordisk – Engagement über Therapie hinaus

Unterstützt wurde der Adipositastag des AcSDeV unter anderem von Novo Nordisk. Das Engagement des Unternehmens ist nicht auf die Bereitstellung von Therapieoptionen begrenzt. Novo Nordisk setzt sich auch für die Verbesserung der Adipositas-Versorgung ein – mit Services, die die Bedürfnisse von Menschen mit Adipositas und deren Umfeld berücksichtigen. So unterstützt das Unternehmen beispielsweise Fachgesellschaften und Patientenorganisationen, um über die vorhandenen Bedürfnisse in der Adipositas-Versorgung aufzuklären und den Zugang zur Behandlung zu verbessern.

Über Novo Nordisk

Novo Nordisk ist ein globales Unternehmen der Gesundheitsbranche und durch seine Innovationen seit 95 Jahren führend in der Diabetesversorgung. Diese langjährige Erfahrung und Kompetenz nutzen wir auch, um Betroffene bei der Bewältigung von Adipositas, Hämophilie, Wachstumsstörungen und anderen schwerwiegenden chronischen Erkrankungen zu unterstützen. Novo Nordisk beschäftigt derzeit rund 42.100 Menschen in 79 Ländern. Die Produkte des Unternehmens mit Hauptsitz in Dänemark werden in über 170 Ländern vertrieben. Weitere Informationen unter www.novonordisk.de.

Referenzen

1. Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG). Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Prävention und Therapie der Adipositas. Online verfügbar unter: http://ots.de/DzegzK. Zuletzt abgerufen am 16.05.2018.

2. World Health Organization. Global health risks: mortality and burden of disease attributable to selected major risks. World Health Organization; 2009.

3. Puhl RM, & Heuer CA. Am J Public Health 2010; 100:1019-1028

Pressekontakt:

Michaela Frank
Manager Communications – Market Access & Public Affairs
Novo Nordisk Pharma GmbH – Brucknerstraße 1 – 55127 Mainz
Telefon: 0 61 31/903 – 1956 – Fax: 0 61 31/903 – 287
E-Mail: DE-Presse@novonordisk.com

Original-Content von: Novo Nordisk Pharma GmbH Deutschland, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011