Land fördert 21 lokale Projekte für zukunftsweisendes Wassermanagement und Anpassung an die Klimakrise

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Minister Meyer: „Niedersachsen treibt Klimafolgenanpassung mit innovativen Wasserkonzepten voran“

PI 032/2024

Die Klimakrise mit vermehrten Hochwasserereignissen einerseits sowie Dürrephasen andererseits hat starke Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Wasserwirtschaft in unseren Städten und Gemeinden. Das Umweltministerium setzt daher seinen Einsatz für eine nachhaltige Wasserwirtschaft fort, indem es etwa 3,4 Millionen Euro für Projekte zur Klimafolgenanpassung beim Wassermanagement bereitstellt. In der zweiten Antragsrunde wurden 21 nachhaltige Vorhaben ausgewählt, die dazu beitragen sollen, die Herausforderungen der Klimakrise bei der Wasserversorgung und -nutzung zu bewältigen. Die Antragsteller waren zumeist Landkreise oder einzelne Gemeinden, aber auch Wasserverbände.

Umweltminister Christian Meyer betont die Dringlichkeit dieser Maßnahmen: „Die eingereichten Vorhaben spiegeln die Wichtigkeit der Ressource Wasser wider. Im Winter zu viel und im Sommer zu wenig. Die Klimakrise stellt uns vor enorme Herausforderungen in der Wasserwirtschaft, weil es mal große Rekordregenereignisse und Hochwasser, dann aber wieder längerer Phasen der Wasserknappheit geben wird. Insgesamt müssen wir sauberes Trinkwasser speichern und Wasser auf möglichst natürliche Weise in der Fläche zurückhalten, damit es versickern und unsere Grundwasserreserven auffüllen kann. Daher ist es gut, dass sich immer mehr Landkreise Gedanken über die zukünftige Wasserversorgung machen. Um diese auch zukünftig eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, sind innovative Strategien und fundierte Daten unerlässlich. Die geförderten Projekte tragen dazu bei, Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen. Niedersachsen treibt so erfolgreich Klimafolgenanpassung voran.“

Insgesamt können 21 Vorhaben gefördert werden mit einem Gesamtumfang von rund 3.430.000 Euro, s. Tabelle im Anhang. Die Maßnahmen umfassen etwa die Erstellung von Wasserbewirtschaftungskonzepten von Landkreisen, die auf zukünftigen Klimaprognosen basieren. Dabei werden sämtliche Wasserverbraucher berücksichtigt, angefangen von privater Trinkwassernutzung über landwirtschaftliche Bewässerung bis hin zum Bedarf von Gewerbe und Industrie. Auch der Schutz natürlicher Ressourcen wie Feuchtgebiete wird dabei einbezogen.

So wird ein Projekt im Landkreis Cloppenburg gefördert, wo ein Konzept zur Nutzung von Klarwasser aus einer Kläranlage erarbeitet wird, um die Grundwasseranreicherung zu unterstützen. Der Landkreis Cuxhaven bekommt die „Adaptive Wasserregulierung zur Anpassung an den Klimawandel“ genauso gefördert wie die Region Hannover das „Wassermanagement zur Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen“. Die Harzwasserwerke entwickeln den Wasserspeicher Nordharz und die Gemeinde Gnarrenburg bekommt ein Konzept zur Starkregenvorsorge und Grundwasseranreicherung gefördert. Der Landkreis Verden will ein Modell zur Wasserressourcenanalyse erstellen und im Landkreis Goslar geht es um die Umrüstung des Herzberger Teiches zur Abflussregulierung des Flusses „Abzucht“.

Hintergrund:

Die Förderrichtlinie „Klimafolgenanpassung Wasserwirtschaft“ des Landes unterstützt Projekte, die eine strategische Neuausrichtung des Wassermengenmanagements und den klimafolgenorientierten Ausbau von Infrastrukturen vorantreiben. Für Grundlagenarbeit und Erstellung von Konzepten, Machbarkeitsstudien sowie Planungen können bis zu 300.000 Euro bei einem Fördersatz von 90 Prozent gewährt werden. Für die Umsetzung von Konzepten (Investitionen) können bis zu 500.000 Euro bei einem Fördersatz von 50 Prozent gewährt werden. Anträge sind bei der NBank einzureichen. Die nächste Antragsfrist ist der 31. Juli 2024. Informationen gibt es beim NLWKN unter der E-Mailadresse carola.vonarnim@nlwkn.niedersachsen.de.

Weitere Details sind auf der NBank-Homepage verfügbar.


 

Quelle : Niedersachsen.de

Bilder: Titel Symbolbilder Niedersachsen by Pixabay.com / Niedersachsen.de

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