Main-Tauber-Kreis : Als Mieter Solarstrom selbst erzeugen – Balkonkraftwerk oder Plug-and-Play-Solar

Auch Mieter können jetzt Solarstrom selbst erzeugen © Colin Behrens, Pixabay.de

Anschaffungskosten eines Stecker-Solar-Geräts sind abhängig von der Größe

In der Vergangenheit konnten hauptsächlich Hauseigentümer Solarstrom selbst erzeugen und verbrauchen. Seit einiger Zeit können darüber hinaus auch Mieter und Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit Stecker-Solar-Geräten, auch Balkonkraftwerk oder Plug-and-Play-Solar genannt, Strom produzieren. Darauf weist die Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH hin.

 

Bei den Stecker-Solar-Geräten handelt es sich um vergleichsweise kleine, in der Regel etwa 1,5 bis 3 Quadratmeter große und steckerfertige Photovoltaik-Systeme. Für die Anbringung oder Aufstellung kommen Balkonbrüstungen, Außenwände, Dächer, Terrassen und Gärten in Frage. Die Geräte werden möglichst unverschattet zur Sonne geneigt. Der Anschluss von bis zu 600 Watt ist an einer speziellen Einspeisesteckdose möglich. Der Strom wird größtenteils für den Eigenverbrauch verwendet. Somit reduziert sich der Strombezug aus dem Netz. Dies wiederum führt zu einer Reduzierung der Stromkosten.

 

„Durch ein Stecker-Solar-Gerät habe ich als Verbraucher die Möglichkeit, eigenen Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Das macht Freude und leistet einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz“, erläutert Rico Neubert, Geschäftsführer der Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH.

 

Der örtliche Stromnetzbetreiber muss über den Betrieb eines Stecker-Solar-Gerätes informiert werden. Verwehrt werden kann der Betrieb nicht. Erfreulich ist, dass immer mehr Stromnetzbetreiber die Anmeldung vereinfachen.

 

Damit der Haushaltsstromzähler beim Einspeisen von selbst erzeugtem Strom nicht rückwärts zählt, werden in der Regel herkömmliche Zähler durch „moderne Messeinrichtungen“ ersetzt, die bis zum Jahr 2032 in allen Haushalten verbaut sein müssen. Ob ein Zweirichtungszähler eingebaut werden muss, ist umstritten und wird von lokalen Stromnetzbetreibern unterschiedlich gehandhabt. Mit einem Zweirichtungszähler werden Strommengen erfasst, die in das Netz eingespeist werden.

 

Die Anschaffungskosten eines Stecker-Solar-Geräts sind abhängig von der Größe. Die Preisspanne reicht von wenigen 100 bis etwa 1000 Euro. Die jährliche Stromerzeugung liegt je nach Größe bei etwa 170 bis 500 Kilowattstunden.

 

Fragen zu Stecker-Solar-Geräten und zum Energiesparen beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kompetent und anbieterneutral. Informationen hierzu gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenlos unter: 0800/809 802 400 oder direkt bei der Energieagentur Main-Tauber-Kreis unter 09341/82-5813.

 

Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept für den Main Tauber Kreis mit den Leuchtturmprojekten Solardachinitiative, Energieeffizienz und Elektromobilität gibt es auf der Website der Energieagentur Main-Tauber-Kreis unter www.ea-main-tauber-kreis.de.

 

Quelle : Main-Tauber-Kreis.de

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